Tag Archive for “Umgang mit schwierigen Leuten”

“Ist das normal, dass man bei Freunden und Kollegen auf Unverständnis und Widerstand stößt, wenn man anfängt, sich positiv zu verändern, nachdem man eine Weile meditiert hat? Und wie geht man damit um?”

Antwort von Lama Ole Nydahl:
Das ist völlig normal, denn die meisten Leute – vor allem in Familien und anderen engen Beziehungen- haben einen ganz gewissen Kasten für einen, in dem man in einem bestimmten Persönlichkeitsmuster festgehalten wird.
Deswegen sind diese Drei-Jahres-Zurückziehungen nicht so wirksam, denn man sitzt und meditiert alleine, löst so ein bißchen seine Trips auf und kommt dann wieder zu den anderen. Die haben immer noch die Schablonen für einen stehen und dann hupft man wieder hinein. Dann löst man es wieder auf und dann "batsch!" wieder hinein. Deswegen sind Einzelretreats eigentlich besser, weil man sich da voll öffnen kann, ohne immer wieder in denselben Kasten gepresst zu werden.

Wenn man sich wirklich ändert und aus dem gewohnten Schema herausfällt, dann verunsichert man viele Leute. Vor allem die wenig Selbstsicheren sind meist recht konservativ. Da soll alles seine Ordnung und seinen Platz haben und wenn das plötzlich anders ist, dann werden die Leute sauer und sagen:,,Glaubt sie jetzt, dass sie klüger als wir ist, und was ist das überhaupt für eine Sekte, wo sie da hingeht?"
Aber irgendwann lassen sie’s auch wieder sein. Die meisten Leute wollen einfach Glück haben und Leid vermeiden und bist Du immer noch freundlich und machst keine komischen Spielchen mit ihnen, dann kommen sie irgendwann zu Dir und sagen, "Öhm, ich habe da ein Problem, weisst Du vielleicht etwas?"

Und dann wirst Du mit Deiner neuen Einsicht und mit Deinem Wachstum anerkannt, aber Du mußt ganz, ganz viel Mitgefühl haben und Du mußt ganz, ganz weit herausgehen, Du musst bereit sein, hunderttausendmal die Sachen zu wiederholen und vor allem musst Du völlig unbeirrbar sein. Du musst einfach freundlich sagen: ,,Wisst Ihr, es tut mir leid, ich mag Euch ebenso sehr wie vorher, aber ich habe neue Erfahrungen gemacht und ich will halt nicht mehr angeln gehen, und ich will die und die Geschichten über die und die Leute nicht mehr hören, also warum lassen wir sie nicht in Ruhe.”

Man muss freundlich sein, aber fest bleiben und dann irgendwann mal kommt es durch und dann hast Du eine neue  Position erobert.

“Ist es sinnvoll, mit Leuten, die eine ganz andere Sichtweise haben, über den Buddhismus zu diskutieren?”

Antwort von Lama Ole Nydahl:
Alles, was ich euch über den Buddhismus gesagt habe, habe ich gesagt, um euren Geist zu stärken. Das ist keine Waffe oder ein Werkzeug, das ihr erobern sollt, um ein Meister der Diskussion zu werden oder irgendeinen Streit zu gewinnen. Wenn sich eine Diskussion ergibt, reicht es, wenn wir den anderen alles Gute wünschen, während wir versuchen, auf unsere eigene Weise mit unserer Freiheit glücklich zu sein.

Solange die Leute keinen Druck auf uns ausüben oder versuchen, uns unsere Freiheit wegzunehmen, sollten wir ihnen alles Gute wünschen und uns mit dem beschäftigen, was uns interessiert. Wenn sie aber versuchen, wie Missionare mit uns zu reden, sollten wir uns bewusst sein, wo wir stehen und ihnen das auf freundliche Art  mitteilen. Es sollte auf ruhige Weise geschehen und ohne etwas beweisen zu wollen, um die Diskussion zu ,,gewinnen’’.

“Gibt es im Buddhismus Aussagen darüber, wie Psychosen entstehen?”

Antwort von Lama Ole Nydahl:
Im Buddhismus spricht man von vier verschiedenen Arten des Wahnsinns:
Die erste Art entsteht, wenn man in früheren Lebenszeiten viel Drogen oder Alkohol zu sich genommen hat. Dann wird man in diesem Leben mit schlechter Vernetzung im Gehirn geboren, die ,,Maschine” arbeitet also mit Fehlern.
Dann gibt es auch Fehler, die in diesem Leben entstehen können, auch durch viel Drogen oder Alkohol.
Dann gibt es die Möglichkeit, dass man so unfroh gelebt hat, so wenig Freude in sein Leben gebracht hat und sich selbst so hängengelassen hat, dass man nicht mehr geschützt ist. Dann können unterschiedliche komische Energien reinkommen und in einem arbeiten. Das heißt Schizophrenie.

Und die vierte Möglichkeit ist, dass man erlaubt hat, dass so viel miese und gestörte Eindrücke sich im Speicherbewusstsein ansammeln, dass jedes Mal, wenn der Geist auf diese Punkte kommt, er das nicht aushält und versucht, sich in irgendwas anderes zu flüchten. Das wären dann Paranoiazustände.
Wenn man stirbt, dann fallen zwar Probleme und Störungen, die mit dem Körper zusammenhängen weg und man hat wieder neue Möglichkeiten. Auf der anderen Seite kann man sagen, wenn man sehr starke Störenergien in sich aufgebaut hat, dann gehen sie auch weiter mit ins nächste Leben.

“Gibt es in der Meditation auch Mittel, um an alten Feindschaften zu arbeiten?”

Antwort von Lama Ole Nydahl:
Ja, z.B. bei der Großen Zufluchtsmeditation  hat man ja seine Feinde dabei, die mitmachen und auch den Segen bekommen.  Und das wirkt ganz sicher. Ich erinnere mich, als Hannah und ich nach Nepal  fuhren 1969/70, da hatte ich eine Menge Schlägereien hinter mir. Richtig geschädigt habe ich keinen, aber es gab schon einige Leute, die mal richtig mit mir abrechnen wollten und sich dafür auch zusammentun wollten.

Und während wir ein paar Jahre weg waren, meditieren gelernt haben und die Grundübungen gemacht haben, da habe ich sie dann während der Meditation  einfach neben mich hingestellt.
Und als Hannah und ich zurückkamen, da standen die alle im Flughafen und haben uns wie dicke Freunde begrüßt. Irgendwann mal hatte das ganze Kraftfeld sich geändert. Und die Buddhas sind  sehr stark.

Zwar kann ein Haken keinen Ball fangen; wenn also überhaupt keine Offenheit da ist, dann läuft nichts. Aber ist ein Ring da, ist eine Offenheit da bei demjenigen, mit dem man Schwierigkeiten hat, kann schon etwas gefangen  und berührt werden.

“Einerseits heißt es in den Mahamudra-Belehrungen, alles sei fantastisch, nur weil es geschieht. Andererseits bringen sich die Leute gegenseitig um, das ist doch nicht fantastisch?”

Antwort von Lama Ole Nydahl:
Es gibt ja zwei Ebenen, auf denen man das sehen kann.
Wenn man sieht, dass die Leute sich gegenseitig schlecht behandeln, dann ist es einem unangenehm und man denkt: ,,Warum tun sie das jetzt? Im nächsten Leben machen sie’s wieder mit vertauschten Rollen, warum nur?”
Aber zur selben Zeit kann man die Dinge auch auf der absoluten Ebene sehen, d.h. man weiß, dass sowohl Opfer als auch Täter die Buddhanatur haben und das auch irgendwann erkennen werden.

Ein Beispiel: Wenn nun einer reinkommen würde und ein Dutzend Handgranaten in die Gegend werfen würde, dann würden wir das sicher nicht mögen, wenn plötzlich unsere geschätzten Körper in alle Richtungen fliegen würden, in größeren oder kleineren Teilen.

Das würde uns wenig gefallen, aber tatsächlich würde die Flugbahn eines jeden Stücks Fleisch, Metall oder Knochen den Gesetzen der höchsten mathematischen Weisheit gehorchen. Man darf nur nicht an seinem Körper haften, sonst nimmt man das nicht wahr.

Buddha versucht, uns beide Ebenen zu geben. Das ist es, worum es geht. Vielleicht können wir am Ende dasselbe sagen, wie der alte Kaiser Augustus von Rom, als er am Sterben war: "Wenn ich meine Rolle gut gespielt habe, dann bitte klatscht in die Hände!" Man tut sein Bestes hier und am Ende weiß man, man kann es gehen lassen, denn es ist sowieso ein Traum.

Man muss viel meditieren, um das richtig zu verstehen, aber wenn man  es erst mal begriffsmäßig erfassen kann, dann ist das auch gut. 

“Wie kann man erkennen, ob man selber daneben liegt, die anderen, oder alle miteinander?”

Antwort von Lama Ole Nydahl:
Wenn es um Paare geht oder ganz kleine Gruppen, bei denen alle ein sehr enges Verhältnis haben, dann liegen sicher alle Beteiligten schief, wenn’s ein Problem gibt.
Aber wenn 90 Prozent der Leute, die mit irgendetwas zu uns kommen, das gleiche Problem mit uns haben, dann darf man nicht so aalglatt sein zu sagen: "Aha, wie komisch, die haben sich alle dieselbe Illusion aufgebaut!" Da muss man sich schon selber genau anschauen.

Der alte Jefferson aus Amerika hat gesagt: "Man kann ab und zu alle Leute betrügen, einige Leute die ganze Zeit, aber alle Leute die ganze Zeit, das kann man nicht." Wenn man diese Methode verwendet, um zu checken, wie man ankommt, dann ist das sicher klug.
Wenn man immer denselben Streitpunkt mit Leuten hat, dann hat man vielleicht einen alten unausgegorenen Zorn oder irgendwas Unterschwelliges, was einen stört. Ich nehme es schon ernst, wenn die Leute was zu mir sagen.

Intelligenz wird ja beschrieben als die Fähigkeit, sich auf neue Lagen einzustellen. Dass man sich ab und zu ein bisschen ändert und ein paar Kilo unnützes Verhaltensfett abschneidet, ist also nur ein Zeichen von Begabung.
Man ist nicht prinzipientreu, wenn man zu dummen Gewohnheiten steht. Wenn man immer bei den Leuten aneckt, kann man nicht sagen: "Ich habe halt eine Persönlichkeit!"  
Und man soll echt froh sein, wenn einen die Leute auf Schwierigkeiten aufmerksam machen, denn dann kann man was lernen. Es ist ja grundlegend das, woran jede Diktatur kaputt geht: Die Leute entdecken, dass der Chef keine schlechten Sachen über sich hören mag.

Dann fangen sie an, ihn von dem abzuschirmen, was geschieht, und plötzlich ist das ganze Volk nach drüben gelaufen und es gibt nur noch eine kleine Pyramide vom Chef und von 15 Ja-Sagern und dann bricht alles zusammen.
Man soll froh sein über Kritik, denn solange die Leute kritisieren, kann man lernen. Wenn sie einen aufgeben und nichts mehr sagen oder hinter einem reden, dann hat man Schwierigkeiten.

“Wie verhält man sich zu Leuten, die nie etwas Gutes an einem sehen, sondern immer nur kritisieren?”

Antwort von Lama Ole Nydahl:
Vielleicht wegschicken und andere kennen lernen, wenn man die Möglichkeit dazu hat.
Auf der einen Seite darf man nicht so glatt sein, dass man grundsätzlich denkt, dass es die Schuld der anderen ist, wenn sie ein Problem mit einem haben.
Man soll schon zuhören.

Aber wenn Leute die Gewohnheit haben, zu nörgeln, dann kann man schon woanders hingehen.
Das Leben ist zu kurz für solche Trips. Wenn die Leute immer nur schwierig sein wollen und schlechte Laune haben, dann können sie das auch alleine machen, da muss man nicht dabei sein.
Man kann das Leben sehen wie ein Theaterstück: Bei den Lustspielen macht man mit und nimmt gleich mehrere Rollen. Von den Trauerspielen hält man sich weg.

Das Komische ist ja, was die Leute z.B. in den Familien so an Drama produzieren. Ganz wenig Publikum, keiner mag das Stück. Aber sie spielen es jeden Tag. Da hält man sich echt den Kopf. …
Man muss darauf bestehen, dass es interessant ist, dass Entwicklung dabei ist und dass es einem Spaß macht.
Wenn es doof läuft, dann macht man dich dünn. Man kann immer meditieren gehen, ein Buch lesen, Leute besuchen, man hat ganz viele Möglichkeiten.

Wenn es wieder vernünftiger aussieht, kommt man zurück.

“Wie geht man mit schwierigen Leuten um?”

Antwort von Lama Ole Nydahl:
Wenn die Leute schwierig sind, dann ist es in den meisten Fällen das Beste, sie ihre eigene Suppe kochen zu lassen. Einfach Abstand halten! Du wirst ja nicht bezahlt dafür, die Leute zu erziehen.
Wenn du allerdings nicht an ihnen vorbei kannst, dann musst Du sagen, "Da kann ich Geduld lernen! Ohne Geduld keine Erleuchtung, ohne schwierige Leute keine Geduld, danke sehr!"

Aber am allerbesten einfach tun, was vor der Nase liegt und Dich überhaupt nicht um den Zorn kümmern.
Da gibt es eine Geschichte von Buddha selbst: Da kam einmal einer zum Buddha und wollte mächtig über etwas stänkern. Da hat der Buddha eine Weile zugehört und dann hat er gesagt, "Du, wenn einer einem ein Geschenk geben will und der andere will es nicht, wem gehört es dann?" Und der Mann hat gesagt, "Dem Schenker!" Und Buddha hat gesagt, "Du, nimm Deinen Trip mit, ich will Ihn nicht! Tut mir leid, ich kann ihn nicht brauchen, "
Das kann man ganz ruhig untersuchen und schauen, ob man den Trip haben will oder nicht.
Etwas Anderes ist es, wenn die Leute  objektiv eine Menge Leute stören. Wenn sie dich selbst nicht besonders stören – du schaust sie an wie ein exotisches Wesen aus dem Zoo -  aber sie schädigen andere, dann bist du ein Stück weit verantwortlich für sie.

Dann musst du checken, ob sie schwierig sind, weil sie nicht anders können oder ob sie’s sind, weil sie so sein wollen.
Das beste, was man tun kann, ist vermutlich, sie ganz viel zu loben und dann woanders hinzuschicken. 
Geht das nicht, weil sie sich festkrallen und ständig deine Aufmerksamkeit suchen, dann versucht man ihnen ab und zu klarzumachen, dass man nicht viel Zeit hat und dass man sehen muss, was möglich ist.
Aber man soll immer Geduld haben und solche Leute auch als Spiegel für den eigenen Geist sehen. Es kommt auch auf die eigene Sichtweise an, ob man dauernd schwierigen Leuten begegnet oder nicht. Wenn ein Lehrer in die Klasse kommt und denkt: ,,Oh nein, was tun denn die dreissig Gorillas hier…”, dann wird er den Kindern nicht viel beibringen können, denn Gorillas kann man nicht viel beibringen.

Wenn er aber reinkommt und denkt: ,,Wow, was tun die dreißig Einsteins hier!”, dann wird alles möglich.
Wenn man schwierige Leute provoziert, sie dauernd abblockt und dadurch wütend macht, dann baut man selbst schlechtes Karma auf. Wenn man aber mit guter Motivation handelt, wenn man  den Leuten,helfen will, dann wird es auch gut. Es kommt wirklich auf die Motivation an.

“Wie soll man sich verhalten, wenn man sich provoziert fühlt?”

Antwort von Lama Ole Nydahl:
Es ist immer ein Zeichen von Stärke, wenn man gutmütig sein kann. Kleine Hunde müssen bellen, große brauchen das nicht. Man weiß, dass sie stark sind, man hat ihre Zähne gesehen. Und man benimmt sich gut.
So ist es auch bei uns. Die Schützerpraxis ist gut, um uns stark zu machen. Und in kritischen Situationen können wir dann gutmütig sein und cool. Darum geht es.

Daran erkennt ihr eure Entwicklung. Wieviel Raum ihr habt. Wie ihr das sehen könnt, was die Leute tun. Statt euch angegriffen zu fühlen, denkt ihr einfach: ,,Warum machen sie das? Hupfen auf und nieder, rollen mit den Augen, machen sonderbare Geräusche. Warum tun sie wohl das?”
Das ist sehr verpflichtend, was ich euch hier sage. Das gehört auch zum Bodhisattvagelübde. Der schnellste Weg, um an diesen Punkt zu kommen, ist, sich immer so nobel wie möglich zu verhalten.

Auch wenn man die Gewohnheiten der Stimme nicht stoppen kann. Man hört sich selbst das sagen, von dem man weiß, dass man es nicht sagen darf. Man kann seinen Geist nicht beherrschen und  manövriert sich genau in die Ecke, in die man absolut nicht rein wollte. Oder man kann seinen Körper nicht beherrschen. Und tut die Sachen, von denen man weiß, dass sie den anderen auf die Palme bringen. Und man kann es nicht stoppen.
Aber auch wenn man es nicht stoppen kann, soll man wenigstens versuchen, zu sehen, dass es zwischen Buddhas geschieht. Man kann ein bisschen lächeln, einen Witz machen darüber, was man da für ein Schauspiel aufführt, so dass es nicht zu ernst und schwer wird.

Dass es weit und offen wird. Versuchen, die Lage von der höchstmöglichen Ebene aus zu sehen.
Also wirklich entscheiden: Es geschieht unter Buddhas. Es hat Sinn. Es ist gut, so wie es geschieht. Das ist die Essenz von den ganzen Sachen, von denen ich hier rede. Wir können das tun. Der Geist ist darauf nicht vorbereitet. Die Störgefühle, die dummen Gewohnheiten sind stark. Aber auch sehr klotzig. Und da ist mehr und mehr Raum drumrum, wo man irgendwas tun kann. Um so einen Gefühlsangriff zu vermeiden oder vorbeigehen zu lassen. Es gibt so viele Möglichkeiten.
Ein Mantra durchstarten, so dass das Störgefühl hin- und herfließt wie auf einem Ölfilm und sich nicht festsetzen kann. Oder plötzlich etwas anderes sagen. Plötzlich ein ,,Phej" innerlich sagen. Und sich dann auf etwas anderes konzentrieren. Es gibt so viele Weisen, wie man diese Gefühlspakete abblocken, und auseinanderreißen kann.
Das gehört auch zum Diamantweg, dass man das tut. Dass man weiß, dass das ein Traum, alte Spuren, schlechte Trips sind. Und dass man die nicht zu ernst nehmen darf.

Wenn die Leute, die uns provozieren wollen, ein Problem mit uns haben, dann niemals denken, das Problem ist sowieso doof. 90 % aller Probleme sind recht doof. Aber sie sind ein Teil des Wachstums der Leute. Und wenn man nicht in dem Augenblick da ist und ihnen das gibt, was ihnen fehlt, dann kommen sie nicht weiter.
Vielleicht ist es für uns doof, die wir ein paar Jahre länger meditiert haben oder im letzten Leben mehr taten. Für die Leute sind die Probleme wirklich. Da muss man drauf eingehen und wirklich sein Bestes tun.
Das ist manchmal schwierig. Man ist in großer Eile. Und im Geschäftsleben muss man es auch nicht tun. Aber im Buddhismus muss man es tun. Das gilt für euch alle, in den Zentren, die mit mir reisen usw.

Ok, wenn die Leute nur stänkern wollen, kann man sie schon wegschicken. Aber wenn sie ein Anliegen haben, dann muss man ran und nicht denken, man sei was Besseres. Sondern sich wie eine Hebamme erleben und denken: Ah, ein schönes Kind kommt auf die Welt!