Lama Ole Nydahl
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Zwar verläuft kaum ein Tag wie der andere - zu viele Flüge (im Durchschnitt alle 2 ½ Tage) und Auto- oder Zugfahrten verhindern einen geregelten Rhythmus, denn sie finden auch nachts oder frühmorgens statt. Auch rasch eingeschobene Termine wie eine Besichtigung zukünftiger Zentrumsräume, ein Radio- oder Zeitungsinterview, eine Tagung oder eine wichtige Projektbesprechung mit Schülern sind dafür verantwortlich.

Aber wenn Lama Ole mal wieder ein paar Tage innerhalb Europas unterwegs ist und nichts dazwischen kommt, könnte der Tagesablauf in etwa so aussehen:

10:00 Nach dem Aufstehen: Die Freunde aus dem Zentrum, die nicht zur Arbeit mussten, haben das Frühstück hergerichtet. Je nach Zentrum und Wochentag sitzt man entweder mit den aktivsten Helfern im Kreis von 6 bis 8 Leuten zusammen oder hat ein großes gemeinsames Frühstück organisiert, an dem bis zu 30, 40 Leute teilnehmen.

12:00 Die Arbeit geht weiter: Telefonate mit seinem Team oder den Lamas in Indien, und dann Berge von Briefen beantworten, die Aktentaschen und Rucksäcke fast zum Platzen bringen. Die einzige Alternative: am Manuskript für ein neues Buch oder einen Zeitschriftenartikel schreiben.

Zwischendurch immer wieder Anrufe: Schüler und Freunde, die wie Lama Ole selbst die gesamte Arbeit der Kagyü-Zentren ehrenamtlich organisieren, haben Fragen oder geben eine Rückmeldung. Manche Anrufer möchten auch ein persönliches Problem besprechen: Wer bis zu Lama Ole durchdringt, für den nimmt er sich immer Zeit.

14:00 Aufbruch: Die Koffer und Reisetaschen sind wieder gepackt, auch die im Zentrum frisch gewaschene Kleidung verstaut. Alle nehmen Abschied am bis zum Rand gefüllten BMW - es geht weiter zum nächsten Vortrag in der nächsten Stadt.

Lama Ole fährt gerne selbst, nutzt aber meist die Zeit auf dem Beifahrersitz zum Schreiben - oder zum Lesen seiner Lieblingslektüre "Herald Tribune", der Gemeinschaftszeitung von "New York Times" und "Washington Post".

Die Fahrtrouten sind nicht auf kürzeste Entfernung hin geplant, sondern sollen viel Zeit für konzentriertes Schreiben bieten: Im eigenen Auto kann schließlich keiner stören.

18:30 Hoffentlich planmäßige Ankunft - ohne Staus - im nächsten Zentrum. Das umfangreiche Gepäck wird ins freigemachte Zimmer hochgewuchtet. In drei Zentren - Kopenhagen, Schwarzenberg und San Francisco - hat Lama Ole ein eigenes Zimmer, lagern ihre Sachen und können das Reisegepäck für die kommenden Monate wechseln.

18:45 Abendessen mit den Freunden im Zentrum. Danach, wenn möglich, eine Viertelstunde Ruhepause.


19:45 Aufbruch zum Vortragsort- Rund 1 ½ Stunden dauert der Vortrag, danach gibt es etwa 1 Stunde Zeit für Fragen aus dem Publikum. Je nach Ort sind zwischen dreihundert und zweitausend Leuten gekommen. Es folgt eine Viertelstunde Pause, und Lama Ole erklärt die buddhistische Zuflucht.

Wer möchte, kann dieses kleine Ritual mitmachen und anschließend bei der geleiteten Meditation mitmeditieren - das dauert insgesamt etwa ½ Stunde. Zum Schluss - wenn der Vortragssaal lang genug geöffnet bleibt - kann sich jeder von Lama Ole mit einer silbernen Reliquienbox berühren lassen, die die Überreste aller 16 bisherigen Karmapas enthält und Lama Ole vom
16. Karmapa gegeben wurde. Das dauert häufig nochmal eine Stunde oder länger.


01:00 Rückfahrt zum Zentrum- Alle, die bei der Vorbereitung des Vortrags und im Zentrum mitgeholfen haben, finden sich zu einem gemütlichen Umtrunk ein. Man tauscht die neuesten Geschichten rund um die buddhistische Welt aus, erzählt sich auch Persönliches, isst einen kleinen Happen. Manchmal findet auch eine Sitzung mit allen Zentrums-Helfern statt, bei der man die Grundzüge der Arbeit gemeinsam mit Lama Ole bespricht und offene Meinungsverschiedenheiten klärt.


02:30 Lama Ole zieht sich zum konzentrierten Arbeiten zurück: Das Telefon steht still, der ständige Besucherstrom reißt ab. Jetzt stehen wieder die Briefe, die rund 80 täglichen E-Mails, Manuskripte und Zeitschriftenartikel (z.B. für die Verbandszeitschrift der Kagyü-Schule, "Buddhismus heute") zur Bearbeitung an. Auch Telefonate mit Übersee lassen sich jetzt gut erledigen.


Allmählich kommt der Tag zu seinem Abschluss: Kräfte tanken für morgen!


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Mala











































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