“Wie kann man jemand helfen, der ständig deprimiert ist?”

Antwort von Lama Ole Nydahl:
Zuerst zeigt man ihm, dass sein Trip nicht interessant ist. Dass der Trip geduldet wird, weil man befreundet ist, aber dass er in keiner Weise interessant ist. Dass er dadurch nichts gewinnt und auch nicht interessanter wird. Dann macht man vielleicht das "geistige Kitzeln", wenn man ihn nicht irgendwo anders kitzeln kann. Man ist einfach stur freundlich und geht nur auf die positiven Sachen ein. Das tue ich selbst. Ich weiß, dass ich euch damit ab und zu auf den Schlips trete. Ihr kommt zu mir und denkt, ihr hättet ein großes Problem.

Tatsächlich aber geht es darum, den Spiegel zu erkennen und nicht die Bilder im Spiegel.
Während ihr nur die vielen Bilder, das viele schwarze Waschwasser seht, was da vom Spiegel fließt, sehe ich, dass mehr und mehr vom Spiegel zu leuchten anfängt.
Das ist es, was mich interessiert. Die Schleier und Hindernisse gehen sowieso vorbei und ändern sich die ganze Zeit. Wer nimmt das überhaupt ernst? Das ist nicht wichtig.

Das wichtige ist die Buddhanatur dahinter. Die ist wahr, die wird stärker, die sieht man und die erfährt man. Ich nehme keinen auf den Arm und ich bin nicht oberflächlich, wenn ich sage: "Ihr seht gut aus!" Ihr seht tatsächlich immer besser aus, je länger ihr im Dharma seid, ihr habt etwas gelernt, ihr seid weitergekommen.

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