“Wenn wir im Zentrum zusammen was ausarbeiten wollen, gibt es manchmal Probleme zwischen den Leuten, die dazu führen, dass alles sehr konfus wird und am Ende gar nichts beschlossen wird. Was kannst du uns raten?”

Antwort von Lama Ole Nydahl:
Ich mache das immer nach dem Sandkasten-Prinzip: ,,So, wer spielt lieber mit der Schaufel, wer mit dem Bagger, usw.”. Man zerlegt die Aufgabe in mehrere Teile und fragt dann: ,,Wer will dies übernehmen, wer will das machen?” Und wenn keiner sich meldet, dann fragt man: ,,Gibt es irgendein Problem, das jemand ansprechen will?” Da meldet sich sicher jemand. Und dann sagt man: ,,Gut, da liegt offenbar dein Interesse. Hast du Ideen dazu, wie man das lösen könnte?”. Man fragt:,,Wer interessiert sich noch dafür?” und wenn sich ein paar gefunden haben, dann sagt man: ,,Gut, das ist euer Ding, setzt euch rüber und checkt das.”

Wenn man lange herumsitzt und schwätzt, dann ist das auch gut für die Kaffeeindustrie, und die Leute, die Sessel verkaufen, sollen ja auch leben. Aber wenn man was machen will, dann immer die Sachen frisch halten, durchschneiden, keine Trips erlauben, alles konstruktiv machen und sagen: ,,Du machst das, du machst das, du hast da ne Klage, gut, dann bist du Fachmann für das.”

Ich denke immer, alle sind Ehrenleute, alle wollen das Beste und jeder hat Erfahrung, die wichtig ist. Man muss den Leuten etwas zutrauen und ihnen auch Verantwortung übertragen, nicht nur Hilfsarbeiten. Ist das Ergebnis nicht gleich perfekt, dann bespricht man das und lässt es sie noch einmal überarbeiten. Auf diese Weise spielt man mit den Dingen, bis alle zufrieden sind. Das geht gut und spart viel Zeit.

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