“Ich habe Probleme mit meiner Weiblichkeit, irgendwie habe ich da Defizite und Blockaden. Kannst du mir einen Rat geben?”

Antwort von Lama Ole Nydahl:
Es kann passieren, dass man den Zugang zu seiner Weiblichkeit verliert, weil einem eingeredet wurde, sie sei schlecht. Das ist ein entscheidender Fehler. Bei uns in Dänemark sagt man, es gibt keine frigiden Frauen, sondern nur ungeschickte Männer. Das Abwerten der Weiblichkeit kann durch Männern und Frauen geschehen sein. Manchmal war es ein negatives Erlebnis aus der Kindheit.

Dann muss man seine Weiblichkeit wieder finden. Das geht durch Meditation. Denn das Meditieren bringt viel: Der Geist ist wie ein strahlendes Juwel und wenn man es mit Meditation reinigt, erhält man etwas Gutes. Man kann sich mit einer Tara, einer Befreierin identifizieren oder, wenn man ein spritziger Typ ist, mit einer roten weiblichen Energieform. Wenn man sich wirklich völlig damit identifiziert, dann lösen sich alle Fehler auf und zerstörte Weiblichkeit wird wieder ganz. So wie bei Männern die Meditation auf den Schützer die Kraft gibt, die man früher nicht hatte. Bei Mönchen und Nonnen ist es umgekehrt, Männer meditieren auf weibliche Aspekte, weil ihnen die fehlen, und Frauen meditieren auf männliche Aspekte, weil ihnen wiederum diese fehlen. Auf diese Weise kriegt man den Ausgleich.

Grundlegend ist, dass man wirklich versteht, dass der Geist der Buddhageist ist und alle Schleier und Störungen nebensächlich sind, dass sie nur Staub auf dem Juwel sind. Das Juwel selbst ist das Wirkliche.

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