“Was tut man gegen Anhaftung?”

Antwort von Lama Ole Nydahl:
Der Buddha hat zwei Ratschläge für die Anhaftung, und Karmapa hat noch ein Spezialmittel. Auf der höchsten, der absoluten Ebene rät der Buddha dazu, innerhalb der Mutter-Tantra-Linie zu verschmelzen. Das bedeutet, die aufbauende Phase der Meditation kurz halten und lange in der verschmelzenden Phase verweilen. In der Meditation auf den Achten Karmapa gibt es besondere Mittel gegen Anhaftung. 

Auf der täglichen, praktischen Ebene rät der Buddha, dass wir, wenn wir vor allem von Begierden und Wünschen motiviert sind, viel über die Vergänglichkeit nachdenken, damit wir uns nicht zu sehr an die Sachen binden. Zweitens sollten wir all das Gute, das wir erleben – denn Begierdetypen erleben eine Menge Schönes und Reiches – an die Wesen weitergeben.  Wir sollten immer das Gefühl haben „Das will ich den anderen zeigen“.
Wenn man all die verschiedenen Ebene auf diese Weise verwendet, dann kommt man zu guten Ergebnissen. Das Wichtigste ist zu verstehen: der Gedanke war früher nicht da, er wird morgen nicht mehr da sein, und ich werde mich heute nicht von ihm stören lassen. So wie die Wellen im Meer kommen und gehen.

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