“Wie erlebst du eine unangenehme Situation auf höchster Ebene, also wenn du z.B. im Smog rumläufst und nicht richtig atmen kannst?”

Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Dann erlebe ich den Bewusstseinsprozeß des Nicht-Atmen-Könnens für einen  Moment und ich stelle mir vor, wie all diese Bleimoleküle irgendwie in den Blutstrom hineinfinden und wo sie dann hinterher hingehen usw. Also ich versuch schon, wegzukommen, aber es ist keine Tragödie.

Wir alle werden alt, krank und sterben. Die Frage ist: Macht man ein Problem draus oder tut man es nicht. Da kann man entscheiden. Du kannst auch das Anhalten des Atems genießen. Statt den Atem im Hals zu erleben, erlebt man ihn in der Brust. Und hinterher den Druck in den Augen. Es ist möglich, alles was geschieht zu einem Fest des Geistes zu machen. Wie wenn man eine schöne Frau feiert. In genau derselben Weise kann das Bewusstsein sich selber feiern.

Und wieder geht es darum, zwei Dinge zugleich zu tun. Einerseits den frischen Moment des Erlebens zu halten und andererseits zu wissen, was sich lohnt und was nicht bzw. wie man ein bisschen länger leben und besser auf die Dinge aufpassen kann.

Außerdem will dir keiner zuhören, wenn du zu sehr in Dramen und Tragödien gefangen bist. Βesser ist die fröhliche Sicht, wo die Leute sagen: "Ah, hier sind vielleicht Möglichkeiten und hier können wir was tun." Die Art, wie Du auftrittst, wird die Leute beeinflussen. Wenn du irgendwas Witziges, Spaßvolles und Sinnvolles machen kannst, dann hören dir die Leute zu. Die Laune muss gut bleiben. Wenn du das Gefühl von der Buddhanatur, vom Potential der Leute verlierst, dann wirst du einsam werden. Wenn du denkst: ,,Ok, wir haben da einen kleinen Fehler gemacht, vielleicht können wir das so und so ändern’’ und du kommst mit Überschuss rein, dann stehst du gut da.

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