“Was versteht man unter den vier Schleiern?”

Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Es gibt vier Schleier, die unseren Geist bedecken.
Erstens die grundlegende Unwissenheit, die Unfähigkeit, sehen zu können, dass Subjekt, Objekt und Tat sich ergänzen. Dann zweitens die Störgefühle, die daraus entstehen. Drittens die negativen Worte und Taten und viertens die Gewohnheiten, die daraus entsteht.

Diese vier Schleier halten uns davon ab, das wahre Wesen des Geistes zu erfahren, die wirkliche Kraft und Freude in uns zu erleben.
Die vier Schleier sind wie eine Kette miteinander verknüpft. Egal, wo man die Kette aufbricht, es werden alle Teile gleich unbrauchbar.
Wenn man bei den Störgefühle ansetzt, wird man auch weniger schlechte Erfahrungen machen und dann wird man nach und nach immer weniger Lust haben, etwas gegen jemand anderes zu tun, und die Gewohnheiten lösen sich dann auch langsam auf.

Stoppt man z.B. die Unwissenheit, dann fällt der Rest auch weg.
Wer sich wünscht, die Gewohnheitsschleier zu beseitigen, der sollte ein bisschen länger in der Meditation verweilen und auf „Raum gleich Freude“, auf „Raum gleich  Frische und Möglichkeit“ meditieren. Dabei sollte man vor allem den Zustand des nackten Bewusstseins halten, da, wo man sich keiner Sache bewusst, sondern einfach sich nur des Bewusstseins bewusst ist. In diesem werden die Gewohnheitstendenzen aus anfangslosen Zeiten aufgebrochen.

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