Warum sucht sich der unerleuchtete Geist immer wieder einen Körper?

Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Karma, gewisse Taten, Gedanken und Worte aus dem letzten Leben wirken wie eine Art Kleber, wie etwas, das aus den Möglichkeiten des Raumes heraus etwas geschehen lässt, etwas herauskristallisiert. Und dann findet man Eltern, wenn sie sich lieben; man knüpft sich an das befruchtete Ei, man kommt auf die Welt. Und was uns hier bindet, sind Ursache und Wirkung und die Unwissenheit, die damit zusammenhängt, dass wir denken, wir seien begrenzt. Wir sind hier gebunden, weil die Bedingungen da sind, weil ein Haken und ein Ring zusammenkommen, weil wir nicht fähig sind, den Geist als klares Licht zu sehen, sondern mit dem Körper identifiziert sind.

Wer glaubt, dass er ein Körper „ist“, täuscht sich. Wir „haben“ einen Körper. Der Körper ist etwas, wodurch man arbeiten kann, aber seine wahre Natur ist klares Licht. Solange das nicht erkannt wird, glauben wir, ein Körper zu sein, und erleben Alter, Krankheit, Tod, und die Schwierigkeiten, die damit einhergehen. Buddha bringt uns die Erfahrung, dass wir wirklich klares Licht sind. Das ist das Ziel. Der Körper ist unser Werkzeug, das wir einsetzen, zum Besten anderer, ohne dabei ein Auf und Ab zu erleben, ohne Erwartungen und Befürchtungen zu haben, sondern nur weil es sich so richtig anfühlt.

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