Wie macht man aus Anstrengung freudige Anstrengung?

Antwort von Lama Ole Nydahl:
Am Anfang arbeitet man in hohem Maße mit dem Entschluss, die Anstrengung freudvoll zu erleben!

Mich selber habe ich so niemals therapieren müssen. Ich fand immer: je toller, je schneller, je spaßvoller, desto besser! Aber bei anderen, die das nicht so erleben, kann ich mir schon vorstellen, dass es hilft, wenn man sich zum Beispiel sagt "Wow! Ordentlich was los! Frau frohgemacht! Wow! Sie liegt da, schau, wie sie strahlt, wie gut es ihr geht!". Oder "Wow! Die Kurve schneller genommen!". Oder "Vierzehn Stunden gearbeitet, immer noch frisch für ein Bier!". Man tut immer sowohl als auch und entwickelt dabei die Einstellung, dass es total toll und spannend ist, was da alles läuft! So zieht man sich wie Baron von Münchhausen selber an den Haaren aus dem Sumpf und macht sich selbst aus eigenem Willen und eigener Kraft heraus reich.
Ihr ändert eure Sichtweise: Wenn ihr durch die schwarze Brille seht, ist es eine Hölle und wenn ihr durch die rosa Brille schaut, ist es ein Himmel. Und wenn ihr ohne Brille schaut, dann ist es tatsächlich, was anliegt. Und das ist noch schöner und spannender als jeder Himmel. Aber an diesen Zustand kommt ihr nur aus dem Himmel ran, nicht aus der Hölle! Deshalb muss man mit den guten Projektionen und Erfahrungen anfangen und dann von da aus weitergehen.

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