Was soll ich tun mit meinem Zorn, wenn er schon da ist?

Antwort von Lama Ole Nydahl: Wenn es Zorn ist, der sich allmählich aufbaut und körperlich spürbar ist, dann grab den Garten um. Wenn es eher Jähzorn ist, dann denke: „Jetzt werde ich wie ein Baumstamm“, oder „Karmapa sitzt auf meinem Kopf, er fällt in mein Herz und strahlt“.

Wenn du soviel Weite im Geist bekommst, dass du die Sachen erkennst, bevor sie kommen, kannst du damit arbeiten. Dann bist du nicht die Zielscheibe, du kannst es überpersönlich sehen. Dann weißt du auch, dass die Wesen Glück haben und Leid vermeiden wollen, aber nicht wissen, was wirklich geschieht. Die Leute können nichts dafür. Es gibt keinen, der nicht Glück haben und Leid vermeiden will. Die Leute sind aber so verwirrt, dass sie fast immer in die Nesseln statt in die Blumen greifen. Sie glauben, dass sie sich Vorteile verschaffen können, wenn sie jemandem Schaden zufügen. Aber das ist unmöglich. Über kurz oder lang bekommt man die Schwierigkeiten immer zurück.
Alles ist Ursache und Wirkung. Und wenn da offenbar irgendeine Verbindung ist, in der die Leute schwierig sind, dann denke: „Ich muss ihnen früher irgendetwas getan haben“. „Jetzt lasse ich den Ball fallen, denn wenn ich ihn zurückwerfe, kommt er im nächsten Leben vielleicht wieder zurück. Ich schiebe den Ball weg, nehme ihn nicht auf . Und dann bin ich diesen Menschen nichts mehr schuldig, Bye, bye. Viel Glück.“  In der Art zu denken wäre klug.
Das Dümmste, was man machen kann ist, seine Trips ernst zu nehmen, zu glauben, sie wären wirklich und deshalb daran festzuhalten.

Comments are closed.