Ich hab bemerkt, dass es einfacher für mich ist, die Sicht zu halten, wenn ich alleine arbeite oder meditiere, als wenn ich mit meinen Freunden Spaß habe und trinke oder Sport mache, weil ich danach erschöpft bin und keine Geduld mehr habe. Ich habe das Gefühl, dass ich die guten Qualitäten verliere, wenn ich Spaß habe und mit den alten Freunden zusammen bin. Ist das ein Problem?

Antwort von Lama Ole Nydahl:
Nein, das ist deshalb so, weil du in einem inneren Retreat bist. Das ist etwas, was ihr alle erleben werdet. Dann ist es einem ziemlich gleich, welcher Fußballclub gewonnen hat, und was sie da getragen hat oder was jeder verdient hat. Man wird nicht mehr stolz oder eifersüchtig. Eine Menge Triebkraft fällt weg. Und das ist, weil ein großer Teil von unserer Geisteskraft nach innen geht. Man ist in innerer Zurückziehung und arbeitet mit allen möglichen Sachen, man entfernt Störendes und räumt auf. Und wenn das geschafft ist, dann kommt die ganze Kraft hoch, dann erkennst du deine Möglichkeiten, und was du bist und hast, all das kommt dann hoch.
Das ist ganz natürlich für einige Zeit. Und es ist ja auch schwieriger, bei den Leuten, die man allgemein kennt, immer alles als schön und sinnvoll zu sehen. Aber man kann es so sehen, dass der Reichtum des Raumes sich so ausdrückt, dass auch etwas komische Menschen sich darin bewegen und gemischte Sachen geschehen. Es gibt das alles, es ist das freie Spiel des Raumes, es entsteht, spielt und löst sich auch wieder auf und verschwindet.

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