,,Wenn ich ein schwer verletztes Tier irgendwo finde, sollte ich es dann nicht besser töten, damit es nicht länger leidet?”

Antwort von Lama Ole Nydahl:

Der Rat Buddhas ist: Du machst die besten Wünsche für es, aber du bringst es nicht um. So sind die Belehrungen, obwohl das nicht ganz so unserem Empfinden entspricht. Aber all die Schwierigkeiten, die man in diesem Leben nicht bekommt, bekommt man dann im nächsten. Es lohnt sich, das alte Karma loszuwerden.

Aber wenn du ihm Schmerzmittel geben kannst, ihm Sicherheit geben, wenn du irgendwie was tun kannst, um zu helfen, dann tue das.

Ich bin selbst einmal in einen Schweinestall gesprungen in den Ost-Himalayas, weil ein betrunkener Mann mit einem Speer da herumgekrochen ist und versucht hat, ein Schwein zu erstechen. Und eben als ich ankam, hat er die Herzschlagader erwischt. Da war das Tier schon so außer sich, dass ich nicht mehr helfen konnte. Ich konnte es nicht beruhigen und keinen Kontakt machen.

Aber etwas später, ich denke nur eine Woche danach, da habe ich gesehen, wie ein großer gelber Hund überfahren wurde, der unter einem Jeep gelegen hatte. Als ich dahinkam, da habe ich ihm wirklich helfen können. Das Beste, was man tun kann, ist zu versuchen, das Tier zu beruhigen und Mantras zu sagen. Ich würde nicht das Auto starten und dann noch zweimal drüberrollen. Ich würde mich da nicht einmischen.

Gib die Ruhe und den Segen, wenn du kannst, aber tue nichts anderes.

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