Ich will mein Alltagsleben nach wie vor mit ganzem Engagement und voller Konzentration angehen, aber möglichst gleichzeitig Dharmapraxis machen. Geht das?

Antwort von Lama Ole Nydahl:
Es ist sehr gut, alles was man tut, so gut wie möglich und auf der Grundlage des Dharma zum Besten aller Wesen zu tun. Das Beste ist dabei, den eigenen Geist ständig zu beobachten und sich während der verschiedenen Tätigkeiten des Erlebers, der die Dinge erfährt, bewusst zu sein. Es ist ja das letztendliche Ziel, keine Trennung mehr zu erleben zwischen dem, der etwas tut, dem, was getan wird und der Tat selbst. Wer dies die ganze Zeit über halten kann, ist erleuchtet!

Es gibt ein gutes Mittel, wie man dies üben kann: Man stellt sich vor, dass man selbst oberhalb seines eigenen Kopfes sitzt, und beobachtet sich in allen Tätigkeiten. Dies hilft, die Bewusstheit in allen Situationen üben. Dharma bedeutet immer in allem bewusst sein! Es gibt so viele Augenblicke, die man nutzen kann: Jede kleine Pause kann dazu verwendet werden, Karmapa ins Herz fallen zu lassen, Licht zu den Wesen zu schicken und ihnen von ganzem Herzen alles Beste zu wünschen. Auf der Toilette kann man kurz denken, dass nun alles Negative gereinigt wird. Beim Essen kann man an alle anderen Wesen denken und sie mit Licht ernähren – alles kann Dharma werden.

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