“Wie wirken Drogen aus buddhistischer Sicht? Sind die Zustände, die man erlebt wirklich?”

Antwort von Lama Ole Nydahl:
Drogen im Ganzen sind nicht zu befürworten. Der Grund, dass sie starke Erlebnisse bieten, kommt nicht von den Drogen. Grund ist der Geist. Die Erlebnisse entstehen aus unserem Geist heraus. Es gibt nicht eine Droge, die Glück bringen kann. Das einzige, was eine Droge tun kann, ist das Glück, was wir sonst in langer Zeit gehabt hätten, in ganz kurze Zeit zu packen. Dann hat man irgendwann nichts mehr und die schlechten Erlebnisse kommen.

Ich rate dagegen. Auch Haschisch, das mildeste von allen, würde ich nicht nehmen. Zuviel Alkohol auch nicht. Das Beste, was man hat, sind ein klarer Verstand und die inneren Fähigkeiten des Geistes, da würde ich ansetzen. Das ist die beste Droge. Die beste Droge ist eine schöne Frau! Oder die starken Männer. Die beste Droge ist die Liebe.
Wir waren 1963 in Kopenhagen vielleicht 20, 30 Leute. Heute sind 5 übrig geblieben und 2 oder 3 von ihnen haben den Kopf unterm Arm. Von denen, die wirklich durchgekommen sind funktionieren heute 2 oder 3 normal. Der Verlust ist zu groß.

Ich rate wirklich dagegen.

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