Antwort von Lama Ole Nydahl:
Es kann passieren, dass man den Zugang zu seiner Weiblichkeit verliert, weil einem eingeredet wurde, sie sei schlecht. Das ist ein entscheidender Fehler. Bei uns in Dänemark sagt man, es gibt keine frigiden Frauen, sondern nur ungeschickte Männer. Das Abwerten der Weiblichkeit kann durch Männern und Frauen geschehen sein. Manchmal war es ein negatives Erlebnis aus der Kindheit.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Das ist ganz leicht. Man denkt an die anderen, daran, was man für sie tun kann und wie man ihnen Freude bringen kann. Der Rest passt dann von selbst.
Man denkt nicht an sich, sondern denkt: „Hier ist einer, der liebt mich, der braucht mich.“ Und dann versucht man zu geben. Und während man an die andere Person denkt, bekommt man die eigene Bestätigung und Freude sozusagen rückwirkend. Denkt man aber nur daran, was man erleben kann oder wo man verwundbar ist, dann ist das so, als würde man mit Blei im Kofferraum fahren: Man kommt nicht weit und man fährt nicht gut. Der, der sich voll in die Aufgaben stürzt und dann mit Vertrauen mit den Sachen arbeitet, so wie sie sind, der ist im Vorteil.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Man sollte untersuchen, was für eine Angst es ist. Ob es eine körperliche Angst ist, d.h. ob man ungern einen anderen Körper anfasst oder ob es eine geistige Angst ist, d.h. ob man sich ungern öffnet.
Sich zu fragen, ob man die Zahnbürste des anderen benutzen würde, ist eine gute Methode, um herauszufinden, ob man eine grundlegende körperliche Offenheit hat. Findet man den anderen anziehend, berührt ihn gerne, sieht ihm gerne nach, dann sollte man versuchen herauszufinden, wie man die Hindernisse entfernen kann.