Antwort von Lama Ole Nydahl:
Sobald wir etwas benennen, machen wir es schon klein. Wenn wir sagen, dies ist so, dann legen wir es fest, wir schließen mit dieser Aussage aus, dass es auch anders sein könnte. Damit nehmen wir der Situation den Raum und berauben sie aller anderen Möglichkeiten. Im Fluss zu bleiben ist das Beste. Mein Rat wäre hier, dass jeder für sich selbst schaut, wie man sich am besten ergänzen, wie man zusammenkommen kann. Analyse ist schon eine gute Sache bei toten Sachen. Wenn man anfängt etwas in Scheiben zu schneiden, um es genau zu untersuchen, so ist die Sache hinterher natürlich auch in Scheiben, also tot.
Das kommt auf die Praxisebene an. Auf Theravada-Ebene, der Ursache-Wirkung-Ebene, wo du an dich selber denkst, solltest du immer die Wahrheit sagen. Hier ist es sehr wichtig die zehn schädlichen Handlungen zu vermeiden. Diese werden unterteilt in drei schädliche Handlungen des Körpers: Töten, Stehlen, anderen sexuell Leid zufügen – vier schädliche Handlungen der Rede: Lügen, Verleumden, grobe oder verletzende Rede, sinnlose Rede - und nochmals drei schädliche Handlungen des Geistes: habgierig zu sein, zu hassen und falsche Anschauung zu haben.