Antwort von Lama Ole Nydahl:
Nein, es gibt natürlich schon Frauen, die zart aussehen, aber eine ganze Firma leiten. Und auf der anderen Seite gibt’s Männer, die zwei Klaviere tragen können, aber zur selben Zeit sehr schüchtern sind.
Auf der äußeren Ebene sind wir mehr oder weniger festgelegt als Mann und Frau. Auf der geheimen Ebene auch, aber auf der inneren Ebene kommt man durch Karma oder alte Gewohnheiten vielleicht mit einer bestimmten Prägung in die Welt. Vielleicht hat Sie auf der inneren Ebene eher eine männliche Prägung und Er eher eine weibliche.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Wir haben Frauen in der Linie und wir haben reine Frauenlinien. Die Tschöd-Linie von Matschig Labdrön ist hauptsächlich eine Frauenlinie – sie hatte diese Eingebung. Die Njungne-Übertragung, die Fastenmeditation, ist auch von einer Frau übertragen worden. Außerdem haben wir mehrere geheime Übertragungslinien mit Vereinigungstantras, die von Frauen gehalten werden.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Die Frauen es wollen es nicht so sehr. Sie machen sich nicht so viel aus einer hohen Stellung in einem hierarchischen System. Frauen arbeiten lieber in Kreisen als in Pyramiden. Außerdem haben sie einfach nicht so viel Spaß an Stellungskämpfen wie Männer: Wenn man eine Frau und ihre Familie nicht stört, dann ist sie friedlich. Auf der anderen Seite, wenn der Mann hört, es gäbe einen im nächsten Tal, der sagt er sei stärker, geht er auch über einen sehr hohen Berg, um den auszuchecken.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Wenn man den gesamten Weg sieht, ist es so, dass Frauen den leichteren Einstieg haben, da die meisten Lehrer heute Männer sind. Das muss aber in Zukunft nicht mehr so sein. Heute können sich die Frauen in den Lehrer verlieben und dadurch, dass sie dann völlig auf ihn ausgerichtet sind, viel aufnehmen und sich schnell entwickeln. Männer dagegen müssen zunächst den anderen genau prüfen. Da ist immer ein bisschen Konkurrenz dabei. Daher ist es für Männer am Anfang schwieriger. Außerdem haben die Frauen aufgrund ihrer gebenden, weichen Art einen Vorteil, während Männer häufig Aggressionen zeigen und andere schützen müssen.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Im Tibetischen Buddhismus schon.. Es gibt aber drei verschiedene Ebenen im Buddhismus:
1) Im Theravada-Buddhismus wird das männliche Prinzip als höher angesehen als das weibliche. Es heißt, dass man sich im letzten Schritt zur Erleuchtung als Mann wiedergebären lassen muss. Frauen werden eher als eine gefährliche Ablenkung für die Mönche gesehen.
2) Im Mahayana-Buddhismus sagt man so allgemein, der Geist des Mannes sei stärker. Aber da ist man schon eher auf gleicher Ebene.
3) Und im Diamantweg sind männliches und weibliches Prinzip gleich wichtig. Es ist sogar so, dass Männlich allein und Weiblich allein zuwenig ist. Es geht darum, dass wir voneinander lernen. Und dass wir uns ergänzen.