Fragen an den Lama

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Einträge der Kategorie »Freunde und Freizeit«


Wie soll man sich verhalten, wenn man sich provoziert fühlt?

Antwort von Lama Ole Nydahl:
Es ist immer ein Zeichen von Stärke, wenn man gutmütig sein kann. Kleine Hunde müssen bellen, große brauchen das nicht. Man weiß, dass sie stark sind, man hat ihre Zähne gesehen. Und man benimmt sich gut.
So ist es auch bei uns. Die Schützerpraxis ist gut, um uns stark zu machen. Und in kritischen Situationen können wir dann gutmütig sein und cool. Darum geht es.


Wenn ich mit Leuten rede, die falsche Ansichten haben, dann kommt bei mir ganz schnell eine gewisse Arroganz auf. Und wenn sie das merken, dann nehmen sie natürlich erst recht nichts mehr an. Soll ich besser gar nichts mehr sagen?

Antwort von Lama Ole Nydahl:
Das hört irgendwann einfach auf. Versuche erst, zu verstehen, dass sie alle Buddhas sind und dass es eigentlich phantastisch ist, dass sie überhaupt denken können und dass Du mit ihnen etwas teilen kannst. Dann versuche, von dieser Ebene her die Sachen aufzubauen.


Was ist die Ursache, dass man bei den Leuten manchmal nicht ankommt, obwohl man etwas Gutes tun will?

Antwort von Lama Ole Nydahl:
Ich denke immer, das Karma der Leute war nicht gut genug. Und dann gehe ich fröhlich an die nächste Aufgabe. Wenn du immer nach Fähigkeit dein Bestes tust, dann ist der Rest das Karma der anderen.


Ist es nicht egoistisch, seine freie Zeit nur für die eigene Praxis zu verwenden? Soll man im Diamantweg nicht vorrangig anderen helfen?

Antwort von Lama Ole Nydahl:
Ich versuche da, nicht zu steif zu werden. Wenn die Leute etwas für sich selbst tun, dann sage ich immer: „Tu es mit der Einstellung, später mit anderen teilen zu können und ihnen zu nutzen.“


Besteht nicht die Gefahr, übergangen oder missbraucht zu werden, wenn man immer selbstlos handelt?

Antwort von Lama Ole Nydahl:
Einige Leute haben von „selbstlos“ die Vorstellung, dass man sich selbst klein macht und die anderen hochhebt. Aus der christlichen Sichtweise heraus sind wir gewohnt, „entweder-oder“ zu denken – das eine klein, das andere groß zu machen. Aber das ist zu einfach.


Kann man denn ständig zum Nutzen anderer handeln, muss man nicht auch mal an sich selber denken?

Antwort von Lama Ole Nydahl: 
Wenn man so denkt, hat man die Dinge grundlegend falsch verstanden. Denn in dem Maße, wie wir für andere arbeiten, tun sie auch etwas für uns. Natürlich muss man begabt handeln. Einem Schmarotzer soll man kein Geld geben, und Leuten, die schwierig sind, gibt man keine Möglichkeit, schwierig zu sein. Wenn einem jemand immer am Rockzipfel hängt, soll man sich nicht ausnutzen lassen, denn das bringt keinem etwas. Das Beste ist ein fröhlicher Austausch mit anderen, wenn jeder gibt, was er hat.


Wir wollen zum Besten aller Wesen arbeiten, sind aber nicht erleuchtet. Wie sollen wir wissen, was langfristig das Beste für die Wesen ist?

Antwort von Lama Ole Nydahl:
Herauszufinden, was Glück bringt und was auf den falschen Weg führt, kann ein bisschen schwierig sein. Ich würde deshalb einfach die alte Bauernweisheit verwenden: Was man gerne möchte, dass andere mit uns tun, das sollte man auch mit anderen tun. Ich würde dabei mit dem Selbstverständlichen anfangen, mit dem, was die Leute gerne mögen. Man ist nett zu ihnen und vermeidet, ihnen Schaden zuzufügen.


Beim Bodhisattva-Versprechen geht es ja darum, allen Wesen helfen zu wollen. Wie geht man damit praktisch um?

Antwort von Lama Ole Nydahl: Als Hannah und ich praktisch als erste  1972 anfingen, dachte ich auch, dass ich jetzt für alle Leute alles tun müsste. Ich habe das versucht und bin flott auf die Nase gefallen. Denn wenn der Hut nicht passt, dann passt er einfach nicht. In der Zwischenzeit bin ich von dem hohen Ross heruntergekommen, allen Wesen nutzen und helfen zu wollen. Stattdessen halte ich mich an die, die verstehen können, was ich sage.


Wie kann man Leuten helfen, die in ihrer schwierigen Lage so gefangen sind, dass sie sich nicht selbst befreien können?

Antwort von Lama Ole Nydahl:
Anstatt die Leute zu Sündern zu machen, baut man zunächst einmal eine menschliche Brücke. Vielleicht ist man der einzige, der sich ein bisschen Zeit für den Betreffenden nimmt.


“Ist das normal, dass man bei Freunden und Kollegen auf Unverständnis und Widerstand stößt, wenn man anfängt, sich positiv zu verändern, nachdem man eine Weile meditiert hat? Und wie geht man damit um?”

Antwort von Lama Ole Nydahl:
Das ist völlig normal, denn die meisten Leute - vor allem in Familien und anderen engen Beziehungen- haben einen ganz gewissen Kasten für einen, in dem man in einem bestimmten Persönlichkeitsmuster festgehalten wird. .
Deswegen sind diese Drei-Jahres-Zurückziehungen nicht so wirksam, denn man sitzt und meditiert alleine, löst so ein bißchen seine Trips auf und kommt dann wieder zu den anderen. Die haben immer noch die Schablonen für einen stehen und dann hupft man wieder hinein. Dann löst man es wieder auf und dann "batsch!" wieder hinein. Deswegen sind Einzelretreats eigentlich besser, weil man sich da voll öffnen kann, ohne immer wieder in denselben Kasten gepresst zu werden.


“Ist es sinnvoll, mit Leuten, die eine ganz andere Sichtweise haben, über den Buddhismus zu diskutieren?”

Antwort von Lama Ole Nydahl:
Alles, was ich euch über den Buddhismus gesagt habe, habe ich gesagt, um euren Geist zu stärken. Das ist keine Waffe oder ein Werkzeug, das ihr erobern sollt, um ein Meister der Diskussion zu werden oder irgendeinen Streit zu gewinnen. Wenn sich eine Diskussion ergibt, reicht es, wenn wir den anderen alles Gute wünschen, während wir versuchen, auf unsere eigene Weise mit unserer Freiheit glücklich zu sein.


“Gibt es im Buddhismus Aussagen darüber, wie Psychosen entstehen?”

Antwort von Lama Ole Nydahl:
Im Buddhismus spricht man von vier verschiedenen Arten des Wahnsinns:
Die erste Art entsteht, wenn man in früheren Lebenszeiten viel Drogen oder Alkohol zu sich genommen hat. Dann wird man in diesem Leben mit schlechter Vernetzung im Gehirn geboren, die ,,Maschine” arbeitet also mit Fehlern.
Dann gibt es auch Fehler, die in diesem Leben entstehen können, auch durch viel Drogen oder Alkohol.
Dann gibt es die Möglichkeit, dass man so unfroh gelebt hat, so wenig Freude in sein Leben gebracht hat und sich selbst so hängengelassen hat, dass man nicht mehr geschützt ist. Dann können unterschiedliche komische Energien reinkommen und in einem arbeiten. Das heißt Schizophrenie.


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