Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Auf der Ebene von Ursache und Wirkung entscheiden wir einfachm nicht mehr zu töten, nicht sexuell zu missbrauchen, nicht zu stehlen, nicht zu lügen, sich nicht dumm zu berauschen, usw. Wir entdecken also, wo wir früher Fehler gemacht haben und sagen uns: „Das mache ich nicht mehr.’’
Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Das ist ganz natürlich. Eine Wellenbewegung in der Entwicklung erlebt wohl jeder. Wenn es einem gut geht und die guten Eindrücke verbrauchen sich, dann kommen vielleicht unangenehme Eindrücke hoch usw. Aber dann musst du auf den Spiegel selbst schauen anstatt auf seine Bilder Dich mit dem identifizieren, das bewusst ist und nicht mit dem Auf-und-Nieder.
Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Wenn Du in jeder Lage Dein Bestes tust, kannst Du nicht falsch liegen. Hast Du z.B. entdeckt, daß Du besser die Treppe hoch läufst, wenn Du nicht rauchst, dann sagst Du Dir einfach: „Jetzt rauche ich nicht mehr!“. Kommt dann vielleicht nächste Woche ein Freund mit einer Zigarette vorbei, sie riecht so gut und Du nimmst einen Zug, dann sagst Du Dir wieder: „Aber eigentlich rauche ich nicht, es tut mir nicht gut!“ und so entwickelst Du Dich Schritt für Schritt von dieser Gewohnheit weg.
Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Sind Befreiung oder Erleuchtung einmal erreicht, gibt es von da an kein Zurückfallen mehr. Befreiung ist der erste Schritt. Es ist ein Zustand, in dem man erfährt, dass man weder der Körper ist, der alt wird, krank wird und irgendwann stirbt, noch die Gedanken und Gefühle, die ständig kommen und gehen. Auf dieser Ebene weiß man, dass man nicht dies oder jenes ist und erlebt sich daher auch nicht mehr als Zielscheibe. Man kann nicht wieder herausfallen, weil es keine Idee mehr von einem Selbst oder Ich gibt. Subjekt, Objekt und Tat verschmelzen zu einer Einheit und Erleber, Erlebtes und das Erlebnis ergänzen sich vollkommen. Bereits von dieser Ebene aus gibt es kein Herausfallen mehr.
Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Zum einen müssen auf allen Ebenen die drei Pfeiler vorhanden sein. Der erste Pfeiler heißt „Wissen“. Man muss wissen, wie die Lage ist und wohin man will. Der zweite Pfeiler heißt „Meditation“. Den Raum schaffen, so dass der Geist seine Strahlkraft hervorbringen kann, und das wegsickern kann, was nicht gebraucht wird. Der dritte Pfeiler heißt „Absichern“. Man entscheidet, den Fehler nicht wieder zu machen, egal was geschieht.