Das kommt darauf an, wie viele es sind, wie ernst es ist und was man selber ausrichten kann.
Man soll aber unter keinen Umständen bei Schlägereien beurteilen, wer die Guten sind und wer die Bösen. Auch wenn ein paar Lümmel mit der Tasche einer alten Dame davonlaufen. Da soll man schon versuchen, die zu stoppen und der Dame die Tasche zurückzugeben. Aber man kann nicht beurteilen, denn die alte Dame hat sicher früher irgendwas mit den Lümmeln gemacht. Alles ist Ursache und Wirkung.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Es gibt dabei zwei Arten von Menschen, es gibt die Leute, die wissen, dass sie ein Problem haben und die bereit sind, sich zu ändern und dann gibt es die, die man überzeugen muss, dass sie ein Problem haben und denen man Lust machen muss, sich zu ändern. Und wenn die Leute schon entdeckt haben, dass sie charakterlich schwierig sind und dass es ihnen nicht so gut geht, dann arbeitet man mit ihnen. Dann ist man verantwortlich für sie und versucht, sie aus schwierigen Lagen rauszuhalten.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Dann sollst du daran denken, dass sie Buddhas sind, die es selbst nicht wissen und dann packst du sie dir und stauchst sie zusammen, damit sie besser dazu hinkommen, wo sie auch ihre Buddhanatur erkennen können. Wenn die Leute nicht die Buddhanatur hätten, gäbe es ja gar keinen Grund, mit ihnen zu arbeiten. Aber auch wenn ein Lehrer 30 kleine Genies im Klassenzimmer sitzen hat, dann muss er ja trotzdem auch mal Druck machen und sagen: ,,Bleib auf deinem Stuhl sitzen, kau hier nicht den Bleistift, zieh ihr nicht an den Haaren’’, oder so was. Aber es hat Sinn, weil du siehst, dass etwas dabei raus kommen kann…
Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Das erste, was man checken muss, ist, ob das der eigene Tisch ist oder nicht. Der große Richter heißt bei uns Ursache und Wirkung, man muss sich also als Buddhist nicht um der Moral oder der Gerechtigkeit willen in irgendwas einmischen. Die Leute tun Negatives, wenn sie dumm sind. Und sie werden selbst auch leiden durch das, was sie tun.