Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Das ist wirklich eine gute Frage! Geduld bedeutet nicht "Nichtstun" oder "Gleichgültigkeit", sondern es heißt, in jeder Situation gleichmütig zu sein und keinen Zorn in Verbindung mit dem zu haben, was man tut. Es bedeutet also, dass man sich durchsetzt, seinen Weg geht und versucht, immer das Beste zu tun, was man kann, sich dabei aber nicht durch Störgefühle leiten lässt.
Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Wenn Du erkennst, dass die Menschen wenig Kontrolle über das haben, was sie erleben und wie sie die Dinge erleben, dass sie von Bedingungen und ihren Launen abhängen, d.h. nett sind, wenn es ihnen gut geht, und schwierig, wenn es ihnen nicht gut geht, dann kannst Du versuchen, sie in die bestmögliche Lage zu bringen, damit es ihnen so gut wie möglich geht. So haben sie die Gelegenheit, nett zu sein. Dadurch rollt der Stein sozusagen immer öfter in eine andere, bessere Richtung, wodurch Du ihnen sehr hilfst. Sie können so nämlich die Gewohnheit schaffen, immer öfter die Rolle des Guten zu spielen.
Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Gleichmut bedeutet, sich stets bewusst zu sein, dass wir alle bereits Buddhas sind, ob wir das nun wissen oder nicht. Es bedeutet, ohne Anhaftung oder Abneigung zu sein, nichts in Kategorien wie "gut" und "böse" einzuteilen, und jedem immer alles Gute zu wünschen. Natürlich muss man nach wie vor handeln und wissen, was für einen selbst richtig oder falsch ist und was man will oder nicht, aber dies sollte alles ohne Zorn und ohne schlechte Gefühle den anderen gegenüber geschehen.