Antwort von Lama Ole Nydahl:
Dazu hat Buddha Belehrungen auf drei Ebenen gegeben: Für die Leute, die mit ihrem Sexualleben Schwierigkeiten haben, die zum Beispiel beim Orgasmus deprimiert werden und das Gefühl haben, etwas zu verlieren oder die Schwierigkeiten mit Beziehungen haben, weil sie offenbar in früheren Lebenszeiten nichts Gutes mit Anderen aufgebaut haben, diesen Leuten rät er, Mönch oder Nonne zu werden. Das Problem auf Eis zu legen und einfach das aus dem Leben rauszuhalten, bei dem keine Freude und nichts Glückbringendes zu erreichen wäre.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Man sieht das Gefühl und den Körper als ein Werkzeug, um anderen Wesen nutzen und helfen zu können. Über die Freuden des Körpers erreicht man auch den Geist von anderen. Das gibt ihnen Freiheit und die Möglichkeit, ihre eigene Kraft und Eigenschaften zu erfahren. Die Liebe ist wie eine Einweihung, durch die man sich gegenseitig bereichert und schön macht.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Ich rate dazu, den Körper als ein Werkzeug zu sehen, um dem anderen Freude zu bringen und sie voll mitzuerleben. Es lohnt sich, sich ganz auf den Partner einzustellen und dabei nicht an sich selber zu denken. Das können beide Partner tun.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Es geht hier vor allem um die Ergänzung von Männlichem und Weiblichem, so dass man „rund“ wird. Sein äußeres Erscheinungsbild behält man dabei natürlich, aber auf innerer und geheimer Ebene kann man so auf schnelle Weise die Eigenschaften des anderen Geschlechts annehmen: Männer bekommen die Intuition der Frauen und Frauen die Kraft der Männer. Auf tiefster Ebene bekommt der Mann den Raum, der die Dinge überpersönlich macht und die Frau die Freude, welche die Sachen rund macht.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Das Ziel eines Verwirklichers ist es, so gut mit seinem Körper umgehen zu können wie ein Rennfahrer mit seinem Wagen. Das heißt, dass man die Energie steuern kann, wie und wohin man will. Allerdings kann man diese Praxis nur machen, wenn man schon recht weit gekommen ist. Es braucht Übung, überpersönliches Erleben und meditative Kraft. Die Vereinigungslehren kommen in der Abfolge der Praktiken erst nach der Praxis der „Inneren Hitze“, d.h. wenn man schon im Schnee sitzen und ihn schmelzen kann. Um es richtig machen zu können, muss man die Energien herunterziehen, halten und umdrehen können. Da gibt es einen Yogiwitz, der besagt, dass ein Mann, wenn er es richtig kann, Wasser und Milch gemischt in seinem Glied hochziehen kann und getrennt wieder rauslassen. Ich weiss nicht, wieviel davon wahr ist, jedenfalls ist es richtig schwierig.
Das Beste ist, wenn dich grundsätzlich alles Weibliche bzw. alles Männliche inspiriert. Du gehst durch den Raum und nimmst den Raum, die Offenheit selbst als das weibliche Prinzip wahr. Und du nimmst die Freude an sich als männliches Prinzip wahr. Du öffnest dich all den Eigenschaften und Fähigkeiten von Allen, die in deine Nähe kommen.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Als mein guter Schüler tut man das, was man immer tut, man denkt: Alles Angenehme ist ein Segen und das möchte ich an alle Wesen weitergeben und alles Unangenehme ist eine Reinigung und eine Belehrung, wie man anderen helfen kann. Was auch geschieht, man ruht darin, genießt es und macht sich keine Vorstellungen.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Das ist die alte Frage der Psychologie. Früher dachte man, Sexualität sei einfach da, und man könne sie nicht steuern. Heute sieht man sie nicht als eine lose Kanone, die in alle Richtungen schießt, sondern als Teil unserer Ganzheit. Man kann sie erwecken, beruhigen oder in eine bestimmte Richtung leiten.