Antwort von Lama Ole Nydahl:
Im Prinzip ja, wenn man nichts Schlechtes tut. Wenn man viel Negatives tut, sehr geizig ist, dann wird man wohl in Afrika oder Südamerika oder so geboren, wenn man sehr gierig, aber auch großzügig war, kann man vielleicht nach Amerika oder Europa kommen. Aber die guten Orte werden immer weniger und die schlechten Orte immer mehr. Es ist klug zu lernen, wie man weiterkommt. Und das Schöne an den Reinen Ländern ist ja, dass man seine Begierden gar nicht ändern oder kaputt machen muss, man muss sie nur umdrehen.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Hassliebe scheint mir frustrierte Liebe zu sein. Erst liebt man etwas, und dann hasst man es, weil man es nicht bekommt. Wenn man etwas liebt und es bekommt, und es dann trotzdem hasst, dann war man am Anfang vielleicht zu verwirrt und hatte zu viele Erwartungen.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Am Besten sollte man ihnen erklären, dass es ja ganz toll wäre, auf vielen Ebenen etwas zu teilen, einen Bruder oder Freund zu haben, womit man ihn aus den sexuellen Anhaftungen herausführt. Und vor allem sollte man ihnen sagen: „Das, was du bei mir suchst, hast du in dir selber. Warum versuchst du nicht, ein bißchen zu meditieren?“
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Man kann sehen, auf welcher Ebene diese Freude ist. Wenn diese Freude darüber besteht, das man etwas hat, und wenn sie aufhört, wenn man es nicht mehr hat, dann ist die Freude bindend und unangenehm.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Der Buddha hat Belehrungen für verschiedene Leute gegeben. Für Mönche und Nonnen hat er gelehrt, man soll das Körperliche als unschön ansehen, weil es gefährlich für sie ist, für ihre Geistesruhe. Den Laien hat er gesagt, mit dem Körper kann man Freude bringen, über den Körper kann man mit dem Geist arbeiten. Und auf der höchsten Ebene wird erklärt, dass im Körper 72.000 Energiekanäle sind, alle leuchtend, alle sinnvoll. Den weiblichen Teil sieht man als Lotusblüte und den männlichen Teil als Diamant. Man sieht den ganzen Körper als ein Mandala, einen Kraftkreis aus Licht und Energie.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Der Buddha hat zwei Ratschläge für die Anhaftung, und Karmapa hat noch ein Spezialmittel. Auf der höchsten, der absoluten Ebene rät der Buddha dazu, innerhalb der Mutter-Tantra-Linie zu verschmelzen. Das bedeutet, die aufbauende Phase der Meditation kurz halten und lange in der verschmelzenden Phase verweilen. In der Meditation auf den Achten Karmapa gibt es besondere Mittel gegen Anhaftung.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Störgefühle wie Anhaftung entstehen ursprünglich aus Verwirrung. Nur drei Gefühle entstehen nicht aus Verwirrung und sind absolut: Furchtlosigkeit, Freude und Liebe.
Furchtlosigkeit entsteht, wenn der Geist seine Raumnatur erkennt. Wenn er entdeckt, dass er kein Ding ist, sondern unzerstörbar wie der Raum. Freude entsteht, wenn der Geist seine Klarheitsnatur erkennt. Wenn er auf der Basis der Furchtlosigkeit sein freies Spiel erkennt, seine Möglichkeiten und seinen Reichtum, dann wird man froh und glücklich. Liebe entsteht, wenn der Geist seine Unbegrenztheit erkennt.