Antwort von Lama Ole Nydahl:
Ich denke immer, das Karma der Leute war nicht gut genug. Und dann gehe ich fröhlich an die nächste Aufgabe. Wenn du immer nach Fähigkeit dein Bestes tust, dann ist der Rest das Karma der anderen.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Ich versuche da, nicht zu steif zu werden. Wenn die Leute etwas für sich selbst tun, dann sage ich immer: „Tu es mit der Einstellung, später mit anderen teilen zu können und ihnen zu nutzen.“
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Einige Leute haben von „selbstlos“ die Vorstellung, dass man sich selbst klein macht und die anderen hochhebt. Aus der christlichen Sichtweise heraus sind wir gewohnt, „entweder-oder“ zu denken – das eine klein, das andere groß zu machen. Aber das ist zu einfach.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Wenn man so denkt, hat man die Dinge grundlegend falsch verstanden. Denn in dem Maße, wie wir für andere arbeiten, tun sie auch etwas für uns. Natürlich muss man begabt handeln. Einem Schmarotzer soll man kein Geld geben, und Leuten, die schwierig sind, gibt man keine Möglichkeit, schwierig zu sein. Wenn einem jemand immer am Rockzipfel hängt, soll man sich nicht ausnutzen lassen, denn das bringt keinem etwas. Das Beste ist ein fröhlicher Austausch mit anderen, wenn jeder gibt, was er hat.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Herauszufinden, was Glück bringt und was auf den falschen Weg führt, kann ein bisschen schwierig sein. Ich würde deshalb einfach die alte Bauernweisheit verwenden: Was man gerne möchte, dass andere mit uns tun, das sollte man auch mit anderen tun. Ich würde dabei mit dem Selbstverständlichen anfangen, mit dem, was die Leute gerne mögen. Man ist nett zu ihnen und vermeidet, ihnen Schaden zuzufügen.
Antwort von Lama Ole Nydahl: Als Hannah und ich praktisch als erste 1972 anfingen, dachte ich auch, dass ich jetzt für alle Leute alles tun müsste. Ich habe das versucht und bin flott auf die Nase gefallen. Denn wenn der Hut nicht passt, dann passt er einfach nicht. In der Zwischenzeit bin ich von dem hohen Ross heruntergekommen, allen Wesen nutzen und helfen zu wollen. Stattdessen halte ich mich an die, die verstehen können, was ich sage.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Anstatt die Leute zu Sündern zu machen, baut man zunächst einmal eine menschliche Brücke. Vielleicht ist man der einzige, der sich ein bisschen Zeit für den Betreffenden nimmt.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Man kann schon Verantwortung übernehmen. Man darf dabei nur keinen tierischen Ernst entwickeln, sondern ruhig mit ein bisschen Humor und Weitblick sehen, was man tun möchte und was sinnvoll ist. Hat man Humor und kann man die Sachen allgemein sehen, entsteht niemals ein Problem. Man darf nur nicht wie eine Maschine ohne Öl laufen. Ich habe vielleicht 100000 Schüler rund um die Welt und Leute, mit denen ich eine Verbindung habe. Das nehme ich ernst.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Ich rede nicht davon, dass man die Leiden und Schwierigkeiten der Welt nicht mehr sehen soll.. Es geht darum, davon nicht selbst gefangen zu sein. Wenn der Bart nicht mehr im Briefkasten steckt, wenn man von seinen Störgefühlen nicht mehr gebunden ist und man die Möglichkeiten der Wesen sieht, dann kann man aus Überschuss und Kraft heraus handeln.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Wenn man anderen helfen will, ist Stolz das Schlimmste. Man hält sich für etwas Besseres, schneidet sich von den Leuten ab und lässt sie sich doof fühlen. Man ist wie ein Radfahrer, der nach oben buckelt und nach unten tritt – völlig unbuddhistisch!
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Entweder gibt man den Leuten Fisch, oder man bringt ihnen das Fischen bei. Wir als Buddhisten sollen den Leuten das Fischen beibringen, sie selbstständig machen. Wir spielen mit den Kindern, bis sie gelernt haben, alleine zu spielen. Und dann können wir mal bei ihnen sein, mal auch etwas anderes tun. Wenn man ständig und bewusst darauf abzielt, dass die Leute autonom und selbstständig werden, sich entfalten und mit voller Beherrschung ihrer Fähigkeiten dastehen, kann man viel bewirken.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Auf der absoluten Ebene stimmt das, wie eine Geschichte aus Tibet zeigt: Ein Verwirklicher kam zu einem Schlachthof, in dem eine vollkommen wilde Frau alles kurz und klein schlug, was in ihre Nähe kam. Die Leute waren empört, aber der Verwirklicher sah, dass sie eine hohe Dakini war, und verbeugte sich vor ihr. Da legte sie ihr blutiges Messer auf seinen Kopf, und er entwickelte im Nu 21 ganz besondere Fähigkeiten. Ist man wirklich auf der höchsten Ebene und stimmt die Einstellung, kann man alles tun. Wenn man zum Beispiel die Geister der Wesen befreien kann, die man tötet, kann man Schlachter oder Soldat werden und dann die Reinen Länder überfüllen.