Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Dann erlebe ich den Bewusstseinsprozeß des Nicht-Atmen-Könnens für einen Moment und ich stelle mir vor, wie all diese Bleimoleküle irgendwie in den Blutstrom hineinfinden und wo sie dann hinterher hingehen usw. Also ich versuch schon, wegzukommen, aber es ist keine Tragödie.
Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Es ist eine “Nichternährung” der Störgefühle! Man nimmt die Störgefühle ganz bewusst nicht wichtig und hält sie nicht für wahr, weil man weiss, dass der Spiegel hinter den Bildern toller ist als jedes Bild, dass der Erleber spannender ist, als alles was erlebt wird. Das Erleben wird dadurch nicht verfälscht, im Gegenteil, man sieht die Dinge mehr wie sie sind. Man wählt, nur das zu sehen was wirklich ist, und Energie abzuziehen von dem was nicht wirklich ist.
Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Ja, das gibt es schon. In Kathmandu hatten wir echt einige Zeit Leute, die hatten zu viele Trips geschmissen. Sie sagten: ,,Alles ist rein’’ und haben dann ein paar Dinge gegessen, die Ihnen nicht gut getan haben.
Dr Punkt ist, wenn man mit Druck irgendwas will, dann ist man außerhalb von seiner Mitte und dann kann man Fehler machen. Man muss wissen, dass auf letztendlicher Ebene alle Wesen Buddhas sind und zur selben Zeit, dass sie es nicht wissen und deswegen viele Fehler machen. Es gibt natürlich Sachen, die mich in meinem bedingten Körper krank machen würden. Es geht darum, letztendliche und bedingte Wahrheit zusammen zu halten.
Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Jede Meditation, die wir machen, vor allem hier im Diamantweg, beinhaltet eine Phase der Leerheit. Das bedeutet, dass Du in einem Raum bist, dieser Raum ist völlig bewusst und alles passt. Aus diesem Raum machst Du dir deine Wirklichkeit, und damit gehst Du dann in die Welt und bist frei. Du kannst Dir die Sicht und die Welt aufbauen, die Du haben willst. Du musst nur wissen: höchste Wahrheit ist höchste Freude!
Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Wenn man die Sachen als vergänglich erlebt, geht das oft mit einer Erfahrung von Verlust an Interesse und Spannung einher. Und die Frage ist dann: Was kommt nachdem sich diese erste Anhaftung lockert und einen nicht mehr treibt, wie kann man dann weitergehen? Ja, mich interessiert immer das nächste Bild. Mich interessiert immer die Öffnung einer jeden Lage in einen noch weiteren Raum hinein und zu noch mehr Möglichkeiten hin.
Wichtig ist, in dem Augenblick, wo die Sachen noch sind, bei der nächsten Sache zu sein und bei der nächsten, so dass die Erfüllung gar nicht aufhört.
Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Das ist vollkommen leicht. Du erinnerst Dich einfach daran, dass sie alle Buddhas sind und zur selben Zeit, dass sie das nicht wissen. Deswegen soll man dem Angetrunkenen auf dem Weg nach Hause keine Flasche Wein mit ins Auto geben und dem zornigen Mann seine Pistole nicht ausleihen.
Wenn man nicht wüsste, dass sie Buddhas sind, dann wäre es ja sinnlos, etwas zu tun. Weil sie die Buddhanatur haben, lohnt sich der Weg.
Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
In diesem Fall geht es darum, auch im dick oder dünn sein etwas Phantastisches sehen zu können. Das ist eine Ebene jenseits des Allgemeinen, auf der alles phantastisch ist, einfach weil es passieren kann. Auf der allgemeine Ebene will jede Frau gerne so ein bisschen nach Sanduhr aussehen und die Herren so ein bisschen nach Y. Das ist so auf der Ebene der Anhaftung. Auf der anderen Ebene, sehe ich, auch wenn einer umgekehrt aussieht, dass irgendwelche Weisheitsprozesse zusammengekommen sind, um das geschehen zu lassen. Das selbe gilt für die Gedanken.
Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Ich denke, Mitgefühl ist am hilfreichsten. Du musst den Leuten alles Gute wünschen. Das ist der beste Weg für die meisten von uns. Wünsch ihnen alles Gute, sodass das andere irgendwie nebensächlich wird, ob sie eine komische Haarfarbe haben oder zu dick oder zu dünn sind oder irgend etwas anderes. Du lenkst deinen guten Trip auf die Mitmenschen, wünschst ihnen bewusst alles Gute, damit das auf sie abfärbt und alles andere ist sowieso okay.
Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Ich kann Dir von einem Erlebnis erzählen und vielleicht so eine Antwort geben. Das war 1976 am Ararat in der Türkei, direkt an der Grenze zu Persien. Wir waren mit unserem Bus unterwegs und fuhren mit 50, 60 Freunden durch den ganzen mittleren Osten und dann weiter nach Afghanistan, Pakistan und Indien, als wir plötzlich den Bus anhalten mussten, weil ein Mann tot auf der Straße lag. Ich bin hin, um ihm zu helfen. Und das war ein total nacktes Erlebnis, nackt und strahlend!
Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Stell dir vor, dein Geist ist eine Zigarrenfabrik. Du produzierst nur die Zigarren für Millionäre, zu 20 Dollar das Stück. Du prüfst , welche Farbe und welches Aroma sie haben und überprüfst, welches Geräusch sie machen, wenn du darauf drückst. Wenn sie gut genug sind, akzeptierst du sie, wenn nicht, lehnst du sie ab, so dass sie zu Zigaretten und Tabak verarbeitet werden.
Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Die reine Sicht ist eigentlich ganz einfach. Die reine Sicht ist, zu verstehen, dass es an sich phantastisch ist, dass überhaupt Dinge geschehen können. Wir haben meistens ein unterscheidendes Bewusstsein., wir denken ,,klug’’ oder ,,dumm’’ und ,,mag ich’’, ,,mag ich nicht’’ usw. Reine Sicht bedeutet, dass man den Spiegel selbst nicht vergisst, dass man nicht vergisst, dass das, was durch die Augen schaut und die Ohren hört und die Dinge wahrnimmt und alles erlebt, dass das, was bewusst ist, an sich Furchtlosigkeit, Freude und Liebe ist. Also, dass der Erleber selbst immer dabei bleibt, bei dem, was erlebt wird.