Antwort von Lama Ole Nydahl:
Ich mache das immer nach dem Sandkasten-Prinzip: ,,So, wer spielt lieber mit der Schaufel, wer mit dem Bagger, usw.”. Man zerlegt die Aufgabe in mehrere Teile und fragt dann: ,,Wer will dies übernehmen, wer will das machen?” Und wenn keiner sich meldet, dann fragt man: ,,Gibt es irgendein Problem, das jemand ansprechen will?” Da meldet sich sicher jemand. Und dann sagt man: ,,Gut, da liegt offenbar dein Interesse. Hast du Ideen dazu, wie man das lösen könnte?”. Man fragt:,,Wer interessiert sich noch dafür?” und wenn sich ein paar gefunden haben, dann sagt man: ,,Gut, das ist euer Ding, setzt euch rüber und checkt das.”
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Weil Praxis bei uns das Wesentliche ist. In den Vorträgen gebe ich den Leuten Vertrauen zu etwas in sich selbst, und wenn sie dann in die Zentren gehen, dann können sie dieses Vertrauen untermauern, mit den dortigen Lehrern arbeiten und mit den Freunden gemeinsam praktizieren.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Wir sind ja alle Kagyüs, d.h. wir haben eine enge Verbindung zueinander. Das drückt sich nicht dadurch aus, dass wir uns jeden Tag sehen, sondern dadurch dass die einzelnen Gruppen Kraftfelder haben, die über mich mit Karmapas Kraftfeld in Verbindung stehen.
Wenn man in so eine Gruppe geht, dann lernt man immer etwas über sich selbst. Die Grundeinstellung ist die des Mahamudra: Man weiss, wir sind alle Teile einer Ganzheit und Subjekt, Objekt und Tat sind grundlegende Ausdrücke derselben Wahrheit.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Wenn es um die Meditationspraxis geht, dann soll man nichts eigenständig abändern, denn das ist von Karmapa so festgelegt worden. Aber wie man sie den Leuten vermittelt, kann von Fall zu Fall variieren. Das kann jeder nach seinem Gefühl und seinen Fähigkeiten machen.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Letztendlich geht es ja nicht um etwas Persönliches, sondern darum, dass die Leute selbstständig und erwachsen werden. Es geht darum, dass sie verstehen, dass ihr Geist Klares Licht ist. Dann werden sie furchtlos, fröhlich und liebevoll.
In den letzten paar Jahren sind wir ganz stark gewachsen, und das liegt hauptsächlich daran, dass viele meiner Schüler jetzt so gut sind, dass ich ihnen voll vertrauen kann und sie um die Welt schicke, um selbst zu lehren.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Mandalas sind selbstentstandene Erleuchtungskraftkreise. Man verwendet die Bezeichnung auch für die Personen, die zu dem Kraftkreis dazugehören, indem sie sich auf ein erleuchtetes Prinzip einstellen Bezogen auf die Gruppen, zu denen ich eine Verbindung habe, ist es so: Solange wir Freunde sind, ehrlich zueinander sind und uns gegenseitig vertrauen, solange wird das, was in den Zentren geschieht, den ganzen Schutzkreis von Karmapa ausdrücken.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Ich würde versuchen, beides zu machen. Wenn es im Zentrum viel Arbeit gibt, dann da mithelfen, und ansonsten eigene Praxis machen. Das Beste wäre sogar, die eigene Praxis so oft wie möglich im Zentrum zu machen. Denn dann hält man den Kontakt zu den Freunden dort und kann von ihnen lernen. Ausserdem zieht es neue Leute an, wenn immer jemand vom Zentrum da ist, ob er nun in der Küche sitzt, Kaffee trinkt und ansprechbar ist oder praktiziert und so ein gutes Beispiel gibt.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Der Sinn eines Zentrums ist , eine Stelle zu bieten, an der sich die Leute entfalten können. Buddhismus hat nur ein einziges Produkt, und das sind erwachsene, selbstständige Menschen. Andere Religionen bauen Tempel für ihre Götter, aber wir machen unsere Zentren nicht für Buddha, sondern für uns selbst, damit Stellen da sind, an denen wir wachsen und lernen können. Dafür sind Freiheit, Offenheit und größtmögliches Vertrauen unter den Leuten wichtig, denn nur in dieser Weise kann alles wachsen. Es ist ganz wichtig, dass man den Leuten vertraut. Wenn man sie wie Kinder behandelt, dann werden sie ewig Kinder bleiben. Wenn man ihnen aber vertraut und ihnen Verantwortung überträgt, dann werden sie erwachsen.