Antwort von Lama Ole Nydahl:
Meistens denken wir an Raum als etwas, was uns trennt, als Abstand, ein riesiges Nichts, das zwischen uns ist. Und dann wird Trennung natürlich zu etwas sehr Unangenehmen, denn zwischen uns ist dieses Nichts.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Bei der Wiedergeburt als Mensch wird man weiblich, wenn man die stärkere karmische Verbindung zum Vater hat, und männlich, wenn man die stärkste Verbindung zur Mutter hat. Das heißt, grundlegend fühlen sich Mädchen zum Vater und Jungen zur Mutter hingezogen.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Das Beste, was Du tun kannst, ist den Partner zur Meditation hinzuführen. Du erklärst ihm das Folgende: Alles was Du bei mir siehst, ist nichts anderes als Dein eigener Reichtum. Du kannst nur gute Eigenschaften bei mir finden, weil Du sie schon in dir hast, und jetzt zeige ich Dir, wie Du Dir diesen ganzen Reichtum holen kannst, ohne die Schwierigkeiten mit mir ertragen zu müssen. Dann zeigst Du ihm die 3-Lichter-Meditation und empfiehlst ihm, ins Zentrum zu gehen. All das hilft ihm, selbständig zu werden, und dann kannst Du Dich langsam von ihm lösen, ohne dass es ihm weh tut.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Ich kenne nur eine gute Weise, eine Beziehung aufzulösen, nämlich wenn beide reich davongehen. Ist irgendwo ein Minus dabei, dann wird keiner frei. Man muss sich also von vornherein daran gewöhnen, dem früheren Partner bzw. der früheren Partnerin die ganze Zeit alles Gute zu wünschen. Macht einfach aus Prinzip gute Wünsche, gebt alles Gute und seid beim Teilen von Hab und Gut wirklich großzügig. Ausnahme ist natürlich, wenn das vom anderen ausgenutzt wird, denn da fördert Ihr schlechte Eigenschaften beim anderen, und da sollte man durchschneiden.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Ganz wichtig ist zu verstehen, dass man bei einer Trennung die gemeinsamen Jahre nicht zurück erhält. Man sollte deshalb von vornherein entscheiden, dass sie ein Erfolg waren.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Mein erster Rat ist, aufzupassen, nicht schwanger zu werden. Denn dann kann die Beziehung wirklicher und näher werden, als man wünscht.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Wenn die Beziehung strukturell oder in der Entwicklungsrichtung nicht stimmt, so möchte ich höchste englische Nachkriegsprosa zitieren: William Somerset Maugham sagt, eine Beziehung ist vorbei "ab dem Zeitpunkt, wo Du nicht mehr ganz natürlich die Zahnbürste des anderen verwenden würdest." Das ist für mich der Knackpunkt in der Liebe. Solange Du das noch tun kannst, ist die Grundlage der Beziehung in Ordnung.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Das, was ich Dir jetzt antworte, klingt vielleicht wild, aber ich möchte gerne ein paar neue Gedanken hineinbringen, sozusagen ein paar Tasten zum Klavier hinzufügen, damit Du über mehr Möglichkeiten verfügst. Vielleicht wählst Du das Übliche, das heißt die Auseinandersetzung mit Deinem Mann und den Schwiegereltern oder was auch immer. Ich möchte Dir jedenfalls ein größeres Spektrum an Gedanken bieten. Du kannst dann entscheiden, was Du tun willst. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass man so wenig wie möglich leiden und auch so wenig wie möglich Leiden verursachen sollte.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Es wird gefährlich, wenn in einer Partnerschaft das tiefe nahe Vertrauen fehlt und man nicht mehr die Zahnbürste des anderen benutzen kann. Hier muss man sich selbst gegenüber kritisch sein: Kann man dem anderen nicht mehr in die Augen sehen und findet beim ihm nur Fehler, dann ist es Zeit, sich nach einer Beziehung umzuschauen, in der man sich besser entwickelt.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Es ist eine Frage davon, wie gut das Verhältnis der Partner ist.
Eltern mit zerknirschtem Gesicht ohne Freude, die sich als Opfer fühlen, weil sie irgendwann einmal Kinder zusammen bekommen haben - das tut keinem gut. Das ist meiner Meinung nach Lebensflucht. Damit fühlen sich sowohl die Partner wie auch die Kinder nicht gut. Kinder kommen besser mit einem alleinerziehenden Elternteil zurecht als mit Eltern, die sich streiten und vielleicht die Kinder gegeneinander ausspielen. Sie können so wahlweise einmal mit dem einen Elternteil zusammensein und dann mit dem anderen.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Es ist richtig, dass Beziehungsprobleme häufig sind, und die Scheidungsziffern sind hoch. Die Gründe dafür sind vielfältig. Früher gab es noch keine staatliche Sozialhilfe, deshalb war man auf die Großfamilie angewiesen und musste zusammenhalten. Für Frauen gab es keine Berufsausbildung, und oft war ihnen nicht gestattet, eigenes Vermögen zu besitzen. Eine Frau ohne Familie konnte deshalb nicht alleine leben, und so blieben Menschen zusammen, die sich hassten. Heute springt der Staat ein, die Freiheit ist dadurch größer geworden und die Leute sind nicht mehr wirtschaftlich voneinander abhängig.