Antwort von Lama Ole Nydahl:
Also ich würde sagen, auf die Dauer finden die Frauen es immer heraus. Die Männer finden es nicht so oft heraus. Aber die Frauen finden es heraus. Männer, die können sich sehr gut selbst belügen, aber andere nicht so gut. Und Frauen lügen sehr gut für andere, aber schlecht für sich selber. Deswegen sind Männer meistens glücklicher.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Der Ratschlag, den ich selbst und unsere anderen Lehrer geben, wenn sie ein bisschen im Westen waren und anderes kennen als die sehr engen Kulturen, aus denen sie kommen. Dann sagen sie alle: "Lebt so, dass ihr nicht zu sehr aus dem Rahmen fallt. So, dass ihr weder euch, noch anderen Probleme macht und natürlich Freude bringt, das ist in Ordnung. Aber wenn ihr irgendeine Praxis macht, die besonders heraussticht und die euch zu sehr von anderen abgrenzt, dann wird Leid dadurch entstehen. Und das Wichtige ist einzig und allein, ob es auf Dauer Glück oder Leid bringt. Das ist es einfach.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Es kommt darauf an. Wenn du wirklich denkst, das ist dein Partner, dann hast du eine gewisse Verantwortung, ihm oder ihr das bestmögliche Glück zu bringen. Andererseits hast du aber auch die Verantwortung, dass er oder sie lernt und wächst und sich als Mensch weiter entwickelt. Das musst du in so einer Situation selbst abwägen.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Ich würde sagen, wenn keine Eifersucht da ist, geht das sehr gut mit mehreren. In Tibet z.B. gab es eher Frauen mit mehreren Männern, als Männer mit mehreren Frauen. Ich denke, in den meisten Fällen ist es schon so, dass die Partnerschaft zu zweit, als Kernfamilie mit ein bisschen Offenheit die beste Lösung ist, aber es gibt auch Fälle, wo mehrere gut zusammenpassen.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Ja, Sexualität bedeutet auch Leid. Das ist ein sehr starkes Ding. Begierde ist ja das stärkste Gefühl bei den Menschen, deshalb sind wir ja als Mensch wiedergeboren worden.
Die Leute nehmen ihre Gefühle ernst und halten die Dinge für wichtig, deshalb sollte man aufpassen und nicht einfach ohne Grund Herzen brechen. Herzen brechen ist kein guter Sport! Anfangs hält man sich vielleicht für jemand Besonderen, aber hinterher kommt dann mal irgendeiner und bricht einem selbst das Herz.
Auch wenn man in einer Beziehung ist, kann es vorkommen, dass man sich in jemand anderen verliebt. Man muss einfach versuchen, so verantwortlich damit umzugehen, wie man kann.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Ich habe ja viel Kontakt zu den Leuten, die kommen zu mir und schreiben mir Briefe. Die Leute fragen mich um Rat. Daraus kann ich wiederum gewisse Schwerpunkte ableiten.
Ich sage nicht, dass sie für alle gelten, aber ich sage: Sie gelten meistens. Und da will ich behaupten - und das ist so wie ich es gehört und gesehen habe - dass für die Frau die geistige Beziehung wichtiger ist und für den Mann die körperliche Beziehung. Es stört die Frauen nicht so sehr, wenn der Mann sich mal woanders vergnügt, solange er kein Vertrauensverhältnis zu einer anderen Frau aufbaut.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Wenn eine bestehende Beziehung gut läuft, wenn die beiden Partner einfach froh sind zusammen und es ihnen gut geht, dann würde ich mir definitiv einen anderen Herrn oder eine andere Dame suchen.
Auch wenn deutliche Signale von der anderen Seite kommen, dass es nicht mehr gut läuft, würde ich warten, bis sich die karmische Beziehung gelöst haben. Wenn man zu früh mit dem Partner zusammen kommt und der ehemalige Partner völlig unglücklich mit der Trennung war, dann bekommt auch das neue Paar ein schlechtes Karma. Man sollte also abwarten, bis die Beziehung von alleine auseinander geht. Und wenn es dann vorbei ist und man etwas Gutes gewünscht hat, dann wird die neue Begegnung auch gut sein.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Hier gibt es viele unterschiedliche Einstellungen. Die Dänen sagen zum Beispiel: „Warum Eine unglücklich machen, wenn man viele glücklich machen kann.“ Das war gut, bis es auf einmal Aids gab. Da war es vorbei mit dem leichten, fröhlichen „Liebe machen“. Seitdem ist es riskanter und man sollte gut aufpassen und sich schützen.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Zuerst ist es wichtig zu verstehen, dass der Buddha kein schöpfender oder strafender Gott ist, der mit dem moralischen Zeigefinger auf uns zeigt. Der Buddha wünscht nur, dass es uns gut geht, dass wir besser leben, sterben, wiedergeboren werden, und dass wir uns entwickeln.
Der Buddha hat sich sehr weitgehend aus unseren Schlafzimmern raus gehalten. Das war das Klügste, was er tun konnte.