Antwort von Lama Ole Nydahl:
Allen Dank für Dein Mail aber Du kannst ihr im Falle einer Abtreibung nichts versprechen. Es ist meine jahrelange Erfahrung, dass ein abgetriebenes Kind nachher zwischen den Eltern stehen bleibt und dass die Beziehung sicher kaputt gehen. Bei einer (offenen?) Adoption sieht es aber umgekehrt aus. Die Eltern teilen dort sicher etwas Gutes.
Grüße die Dame sehr, und sage ihr dass Kinder einen Geist haben.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Ausgesprochenen Sadismus würde ich Kinder nicht ansehen lassen. Zum Beispiel, dass jemand wirklich Spaß daran hat, dass andere leiden. Aber dass gekämpft wird und ein paar Monster kommen und gehen, ist wohl nicht so schlimm. Wenn es nicht pervers, sondern nur spannend ist, haben Kinder wohl keine Schwierigkeiten damit. Wenn es sexuell pervers ist, würde ich es Kindern nicht zeigen.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Ich denke, man muss ehrlich sein zu sich, den Freunden und dem Kind. Wenn man bei der Taufe versprechen muss, das Kind zum christlichen Glauben zu führen, dann würde ich persönlich das nicht tun.
Wenn man es aber so sehen kann, dass dieses Versprechen bedeutet, das Beste für das Kind zu wollen und es darin zu unterstützen, dann kann man es schon machen.
Es gibt ja auch verschiedene christliche Kirchen mit verschiedenen Taufritualen. Ihr müsst selbst entscheiden, ob ihr das mitmachen könnt.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Wenn sie nicht gleich groß und stark sind, dann darfst du nicht erlauben, dass eines zum Opfer und eines zum Tyrannen wird. Dann bringst du sie auseinander. Sind sie aber gleich groß und balgen sich gut und fröhlich, dann ist das voll in Ordnung. Aber du darfst nicht erlauben, dass ein Größerer regelmäßig einen Kleineren unterdrückt. Solche Gewohnheiten soll man nicht unterstützen.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Das ist schwer zu sagen. Die Zuflucht bedeutet schon einen wirksamen Schutz, aber man hat auch alte Verbindungen von vielen Lebenszeiten. Wenn eine Stelle wirklich gefährlich ist, dann musst du sagen: „Geh nicht da hin“. Dein Kind muss wissen, dass es sonderbare Leute gibt, die junge Mädchen mögen und alles Mögliche mit ihnen machen. Da muss sie schon aufpassen. Du kannst aber nur begrenzt etwas für sie tun. Sie muss selber mitarbeiten, mitdenken und aufpassen. Da hat sie auch eine Verantwortung für sich.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Das ist schwer zu sagen. Aber wenn man tut, was man selbst für richtig hält, dann ist der Rest das Problem der anderen. So halte ich es immer. Das ist viel leichter.
In Mitteleuropa hat die Kirche viel Macht, aber ich würde mich davon nicht zu sehr beeindrucken lassen.
Besser die Kids schlagen sich ein paar Mal vor der Schule, als dass ihr Kopf so getrimmt wird wie bei all den anderen und sie darunter vielleicht leiden. Vielleicht ist es auch klug den Kindern freizustellen, welchen Weg sie wählen.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Abgesehen von den Mönchen und Nonnen, kann man - mit freudvollem Sexualleben - auf zwei Weisen leben. Als Yogi mit mehr Konzentration auf die Entwicklung und die Arbeit oder als Laie mit Kindern. Bei beiden Wegen kann man erleuchtet werden.
Bei den Laien geht es ein bisschen mehr darum, dass man gut funktioniert und in der Weise ein gutes Beispiel gibt. Als Yogi hat man mehr die Funktion, bei den Leuten feste Ideen und Vorstellungen aufzulösen, damit sie eine freie Sicht auf die Welt haben. Welcher Weg der richtige ist, hängt auch davon ab, wie viele karmische Schulden man hat.
Einige Damen werden schon schwanger, wenn sie an einer Herrentoilette vorbeigehen. Das sind diejenigen, die viele karmische Schulden, viele Versprechen haben und vielen Wesen ein Leben schuldig sind.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Es ist schwieriger zu praktizieren mit Kindern. Es ist leicht, Geduld zu entwickeln, aber für die meisten anderen Sachen sind Kinder eine Belastung. Ich verstehe, dass viele gerne Kinder haben wollen und ich bin auch froh, wenn ich sehe, dass Europäer Kinder kriegen, weil ich unsere Kultur für die beste Kultur der Welt halte. Nachdem ich seit vielen Jahren um die Welt reise, kann ich sagen, dass nirgendwo auf der Welt mehr Glück und mehr Sinn für so viele Menschen entsteht wie in Europa. Ich verstehe aber auch, wenn Menschen sagen, ich will mich lieber verwirklichen und praktizieren.
Antwort von Lama Ole Nydahl:
Ich würde generell sagen, dass das jeder nur für sich bestimmen kann. Es gibt allerdings keinen besseren Weg, Geduld zu entwickeln, als Kinder zu kriegen. Buddhistisch gesehen, ist es eine Frage von karmischen Verbindungen. Wenn man im letzten Leben viele karmische Bindungen hatte, dann kriegt man wohl auch in diesem Leben eine große Familie. Wenn man im letzten Leben eher meditiert hat und mehr alleine war, wird man wohl in diesem Leben auch nicht so viele Kinder bekommen. Das ist je nach Karma verschieden.