Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Buddha gibt direkte Ratschläge, wie man an Körper, Rede und Geist denken kann. Er erklärt, dass der Körper ein sehr wichtiges Werkzeug ist, um Wesen zu schützen. Das kann mehr oder weniger psychologisch interpretiert werden. Er ist dazu da, großzügig zu sein und anderen Menschen das zu geben, was sie brauchen. Und der Körper ist ein Werkzeug, um Liebe zu geben. Das Verhältnis zum Körper im Buddhismus ist ganz anders als das, was wir im Christentum gewohnt sind. Der Körper ist im Buddhismus nicht schmutzig oder sündig.
Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Das kann leicht passieren. Die Tibeter vergleichen den Körper mit vier Schlangen in einem Rohr. Die Schlangen müssen alle den Kopf zur selben Zeit auf der gleichen Höhe haben, sonst beißen sie sich gegenseitig und werden krank. Es muss zwischen Blut und Lymphe und schwarzer und gelber Galle ein Gleichgewicht sein. Wenn der Körper aus dem Gleichgewicht kommt, kann er schon schwierig sein. Wir haben Lehrer, wie Trunkpa Tulku, der an Alkoholismus starb, der Leiter der Nyingmapas wurde von den Chinesen so hart geschlagen, dass er halb verrückt wurde.
Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Das kommt wohl auf die Meditationsebene an. Auf der höchsten Meditationsebene kannst Du auf alles meditieren, auf Krankheiten, auf Leiden und Schwierigkeiten, Müdigkeit. Alles kann umgeformt und als Rohstoff für Meditation verwendet werden. Die meisten unserer Rinpoches sind bei ziemlich schlechter Gesundheit, die essen verkehrt und kümmern sich nicht so richtig um Gesundheit, denn ab einer gewissen Meditationsebene tut alles gut. Krankheit tut gut, Schmerzen tun gut, alles tut gut, denn man sitzt nur da und ist in Wonne, was auch passiert.
Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Ja! Der Körper, den wir jetzt haben ist die Folge von Karma. Das, was wir in diesem Leben tun, hat vier Resultate. Erstens bestimmt es die Erfahrung, die wir machen, wenn wir sterben, welche unterbewussten Eindrücke hochkommen, ob wir Glück oder Leid erleben.
Zweitens: Wenn wir wieder als Mensch geboren werden, bestimmt es, was für einen Körper bzw. welche Erbmasse wir bekommen.
Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Nur wenn man es wünscht. Als Erleuchteter hat man freie Wahl. Man kann selbst bestimmen, was man will. Der Bodhisattva ,,Liebevolle Augen’’ hat sich mehrmals unter Vögeln wiederverkörpert, weil sie offenbar fähig sind, gewisse Dinge zu lernen. Und der ganze Raum ist Wahrheit. Wo eine Offenheit für Wahrheit in uns entsteht, wird sich diese Wahrheit in einer solchen Weise manifestieren, dass wir damit in Verbindung kommen können und lernen können und uns entwickeln können.
Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Ja klar! Aber als Mensch ist man Alter, Krankheit und Tod unterworfen. Und deswegen lohnt es sich, solange man kann, soviel Geld wie möglich aus der Bank mit wenig Zinsen, in die Bank zu geben, die immer mehr Prozente, immer mehr Erfüllung bringt. Das heißt, die Anhaftungen und die ganzen Vorstellungen von dem Festen, Physischen, Sinnesbedingten, was sich wieder auflöst auf die Ebene der Frische, Freiheit und der großen Freude zu bringen. Es ist eine Frage, welchen Werten wir uns verschreiben und wozu wir Vertrauen haben. Und da lohnt es sich, das Interesse bei Werten zu haben, die nicht kaputtgehen können, auf die echt Verlass ist.
Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Den Körper als Werkzeug zu benutzen, bedeutet andere zu schützen, wenn sie das brauchen, ihnen materielle Dinge zu geben, wenn sie das brauchen und ihnen Liebe zu geben, wo sie diese brauchen. Es bedeutet anderen Glück zu bringen, sie zu unterstützen ihre Kraft und ihre Qualitäten zu spüren.
Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Das beste Mittel im Diamantweg-Buddhismus, sind die 111.111 Verbeugungen. Wenn man sich da durchgezwungen hat, ist alles im Leben leicht. Wenn man diese Pferdekur hinter sich hat, dann ist der Körper kein schlechter Herr mehr, sondern ein guter Diener. Dann kannst du ihn verwenden für das, was du gerne tun willst und er liegt nicht mehr schräg und quer und stoppt die Sachen. Nach den Verbeugungen ist dein Körper ganz anders als vorher. Ich würde sagen, tu das. Das würde ich jedem raten: Die ganzen Drogen rauszuschieben, die ganzen Faulheiten, die ganzen Kompromisse, all die Dinge mit denen man sich eingeengt hat, das mit Hilfe der Verbeugungen mal kräftig auszupusten und dann weiterzugehen, das wäre mein Rat.
Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Das bestimmst du selbst durch deine Einstellung. Wenn du etwas Sinnvolles tun möchtest und an deinen Körper denkst als ein Werkzeug, um es tun zu können, aber zur selben Zeit diesen Riesendruck im Kopf oder vielleicht ein bisschen Grippe hast oder ein paar Nächte nicht geschlafen hast, dann ist es überhaupt kein Trip, dich kurz hinzulegen. Entscheidend ist die Einstellung, ganz schnell wieder etwas für andere machen zu können. Wenn du „schlafen“ dann als eine Art Medizin nimmst, ist das gut und natürlich.
Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Ein bisschen Bodybuilding kann sicher nicht schaden. Aber wenn du dich genügend mit der gewünschten Form identifizierst, wirst du diese Form kriegen. Bei mir ist es so: Ich habe kaum Zeit für Sport. Das was ich in der Hand halte, ist ein Bleistift, wenn ich etwas schreibe und ab und zu ein Lenkrad. Und trotzdem bin ich immer noch recht gut in Form. Der Grund ist, dass ich meinen Körper als ein Werkzeug sehe, um andere zu schützen. Ich erlebe mich, wenn ich durch die Gegend gehe, als ein "Y". Und die Motivation ist, andere schützen zu können. Ich glaube, wenn man das tut, dann verschwinden die überflüssigen Kilos von selbst. Denn im eigenen Bild des Körpers ist kein Platz für sie. Sie passen nicht in den Plan.
Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Das ist ein guter Zustand Es ist gut, wenn man den Körper verlassen kann, das ist ein Zeichen von gutem Karma und früherer Meditation. Das heißt, dass die Anhaftung an deinen Körper nicht groß ist. Es wird dir leicht fallen, für andere etwas zu tun und sterben wird auch leicht sein. Du solltest diese Weisheit mit Mitgefühl mischen, so dass du bewusst das tust, was den Wesen nützt.
Die Antwort von Lama Ole Nydahl:
Karma, gewisse Taten, Gedanken und Worte aus dem letzten Leben wirken wie eine Art Kleber, wie etwas, das aus den Möglichkeiten des Raumes heraus etwas geschehen lässt, etwas herauskristallisiert. Und dann findet man Eltern, wenn sie sich lieben; man knüpft sich an das befruchtete Ei, man kommt auf die Welt. Und was uns hier bindet, sind Ursache und Wirkung und die Unwissenheit, die damit zusammenhängt, dass wir denken, wir seien begrenzt. Wir sind hier gebunden, weil die Bedingungen da sind, weil ein Haken und ein Ring zusammenkommen, weil wir nicht fähig sind, den Geist als klares Licht zu sehen, sondern mit dem Körper identifiziert sind.